Tödliche Attacke in Seniorenheim

Während Schulen auch in Deutschland immer gefährlicher werden und die Nachrichten von bewaffneten Übergriffen im Ausbildungswesen beinahe wöchentlich eintreffen, sind Seniorenheime bisher von Meldungen über Gewalt weitgehend verschont geblieben. Gerade kam es jedoch zu einem gravierenden Vorfall in einem deutschen Seniorenzentrum, der zu einem Großeinsatz der Polizei führte und in einem Toten resultierte. Der Vorfall ereignete sich in einem Seniorenheim im nordrhein-westfälischen Waltrop in der Nähe von Recklinghausen. 

Bedrohung durch Messer 

Nach Angaben der Polizei kam gestern am späten Nachmittag eine Meldung von einem bewaffneten Mann in einem Seniorenheim, der mehrere Menschen mit einem Messer bedrohte. Die Meldung löste einen Großeinsatz aus. Kurz danach fand sich ein riesiges Aufgebot von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei auf dem Gelände des Seniorenheims ein. Dort wurden die Einsatzkräfte von einem 53-jährigen Mann konfrontiert, der sich offensichtlich weigerte, das Messer niederzulegen. Die Situation eskalierte und einer der Polizeibeamten sah sich genötigt, mindestens einen Schuss abzugeben. In einer Meldung der Polizei heißt es: „Nach derzeitigen Erkenntnissen kam es dabei zu einer weiteren Bedrohungssituation. Die Einsatzkräfte setzen die Dienstwaffe ein.“ Bei der Schussabgabe wurde der Tatverdächtige getroffen und außer Gefecht gesetzt. Der schwerverletzte 53-Jährige wurde noch vor Ort vom Notarzt  versorgt und umgehend in ein nahegelegenes Krankenhaus transportiert. Dort erlag er aber wenig später seinen Verletzungen.

Ermittlungen weitergereicht 

Wie genau es zu dem Vorfall kam und was die Hintergründe für die Bedrohungen mit dem Messer waren, ist noch nicht bekannt. Die Polizei will auch noch keine Auskünfte darüber geben, ob es sich bei den Bedrohten um Angestellte, Bewohner des Seniorenheimes oder deren Angehörige handelt. Aus Gründen der Befangenheit hat die Polizeidienststelle in Recklinghausen, die für den Einsatz in Waltrop verantwortlich war, die Ermittlungen in dem Fall an die Polizei in Dortmund unter der Federführung der Staatsanwaltschaft in Bochum übergeben.

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Alexander Grünstedt