

Polizeiliche Ermittlungen gehen selten mit der gleichen Geschwindigkeit voran, wie es in diversen Tatort-, SOKO- oder Polizeiruf-110-Krimis vermittelt wird. Oft arbeiten die zuständigen Ermittler unter Ausschluss der Öffentlichkeit, um eine spätere Anklage und den Ausgang einer Gerichtsverhandlung nicht zu gefährden. Erst wenn sich alle Spuren im Sand verlaufen, werden nähere Einzelheiten öffentlich bekannt gegeben, um den Tätern auf die Spur zu kommen. So auch mit einem spektakulären Fall vor über einem Jahr, der die Kölner Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzte. Die brutalen Übeltäter sind immer noch auf der Flucht und stellen eine große Gefahr für die allgemeine Öffentlichkeit dar.
Großer Sachschaden
Der Vorfall ereignete sich am 20. Februar 2025 vor dem Bürgeramt in der Neusser Straße im Kölner Stadtteil Nippes. Eine vierköpfige Familie hatte gerade das Amt verlassen und war in ein Fahrzeug gestiegen, als ein schwarzer Peugeot direkt auf ihr Auto zusteuerte. Die Familie sprang aus dem Auto und ergriff die Flucht. Auch die Insassen im Peugeot verließen das Fahrzeug und nahmen die Jagd auf die Flüchtigen auf. Zuvor hatten sie nicht nur den Wagen der Familie gerammt, sondern auch eine Person, mehrere Fahrräder und zu guter Letzt das Bürgeramt-Gebäude, wobei großer Sachschaden entstanden ist. Bewaffnet waren die vier Angreifer mit einer Axt, die sie während der Verfolgungsjagd schwangen. Die wilde Verfolgungsjagd erstreckte sich über rund zwei Kilometer, bevor die Verfolger aufgaben. Keiner der Täter konnte bisher gefasst werden.
Bilder auf Smartphone
In der Zwischenzeit gelang es den polizeilichen Ermittlern lediglich, ein Smartphone mit Aufnahmen von dem Zwischenfall zu ergattern. In diesem Zusammenhang wurden gerade die Bilder veröffentlicht, um die Identität der Verbrecher zu ermitteln. Dabei warnt die Polizei allerdings, dass es sich um besonders gewalttätige Männer handelt: „In dringenden Fällen wählen Sie den Notruf 110. Da die Gesuchten möglicherweise bewaffnet sind, verständigen Sie auf jeden Fall die Polizei und sprechen Sie die Tatverdächtigen nicht an!“ heißt es in der Meldung der Kölner Polizei. Wer die Männer auf den Fotos erkennt und/oder Hinweise zu ihrem Aufenthaltsort geben kann, soll sich dringend bei der Polizei unter der Telefonnummer 0221/229-0 melden.