Diktator erklärt der Ukraine den Krieg

120.000 Soldaten aus Weißrussland sind auf dem Weg, um den Russen im Krieg gegen die Ukraine beizustehen. Das verkündete der belarussische Politiker und Diplomat Pavel Latushka am Donnerstag auf Twitter. Er ist heute Präsidiumsmitglied des oppositionellen Koordinationsrats und nennt Machthaber Alexander Lukaschenko öffentlich eine “Marionette Putins”.

Lukaschenko hatte schon vor einer Woche alle Sicherheitsorgane mobil gemacht. Das Staatsoberhaupt, das auch “der letzte Diktator Europas” genannt wird, äußerte sich immer wieder wohlwollend über den Angriffskrieg der Russen auf die Ukraine, obwohl er zwischendurch auch wenig erfolgreich versucht hatte, zwischen Moskau und Kiew zu vermitteln. Bereits vor Monaten hatten zahlreiche Männer das Land verlassen, aus Angst, in den Krieg einberufen zu werden.

Lukaschenko stellte Putin stets seine Stützpunkte zur Verfügung – für ihn mangelt es der Ukraine “an Disziplin”. Dennoch hat es Gründe, warum sich Weißrussland bisher nicht aktiv eingemischt hat: Die Bevölkerung ist Umfragen zufolge klar gegen eine Beteiligung, die Zurückhaltung hat also innenpolitische Gründe. Anders als in Russland sind die Bürger dem Regime gegenüber auch nicht so loyal. 

Zwar wird sich daran so schnell nichts geändert haben, dennoch scheint Lukaschenko jetzt doch dem Druck Putins nachzugeben und ihn mit eigenen Soldaten unterstützen. Für Pavel Latushka ist klar: Der Westen muss jetzt schnell reagieren und ihm ein Ultimatum stellen.

Ob sich Lukaschenko tatsächlich davon einschüchtern lässt, ist allerdings fraglich. Denn die EU verhängt bereits mehrfach Sanktionen gegen ihn: Einerseits wegen der Haltung im Ukraine-Krieg, andererseits aber auch wegen der Unterdrückung der politischen Opposition. So gelten etwa Handelsbeschränkungen und andere Maßnahmen, die Einzelpersonen oder auch ganze Organisationen betreffen.

Eine andere Frage ist, wie viel Nutzen die Russen von der belarussischen Kriegserklärung haben werden – denn die Weißrussen gelten als nicht gerade kriegserprobt. 

2 Kommentare

  1. Haben DIE ALLE den VERSTAND verloren? Tausende Ukrainer machen sich auf den WEG ins GELOBTE LAND DEUTSCHLAND wo MILCH und HONIG für die NICHTSTUER fließen. 120.000 WEIßRUSSEN ziehen dafür ,als ERSATZ FÜR DIE GEFLOHENEN Ukrainischen SOLDATEN in den KRIEG, wollen DIE UNS verscheißern???? Unsere POLITIKER müssten in den KRIEG geschickt werden, damit die WISSEN was da passiert. Objektive BERICHTE aus tausende Kilometer können doch garnicht objektiv sein. Der WESTEN MUSS seine EINMISCHUNG in den KRIEG BEENDEN und KEINE WAFFEN liefern.

  2. Friedrich,
    die Wahrheit war der größte Feind. Man muss nur sehen wer in unseren “freien” das Sagen hat. Echte Deutsche werden immer weniger, und die die noch sind, passen gut auf dass sie nichts Falsches sagen. Wir werden inzwischen mehr von Selenskyis, als von unserer Regierung regiert. Unsere Moderatoren stellen nur suggestive Fragen.

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