20 000 Euro Belohnung fur Informationen zum Aufenthaltsort von Angela R. (17)

Für Eltern gibt es nichts Schlimmeres, als ein Kind zu verlieren. Fällt das Kind auch noch einem brutalen Mord zum Opfer, ist der Schmerz besonders groß, speziell wenn der Mörder oder die Mörderin nicht gefasst wird. Die Eltern des 17-jährigen Onur S. befinden sich zurzeit in genau dieser Position. Im Januar wurde der Teenager in einer Blutlache tot außerhalb eines leerstehenden Hauses in Castrop-Rauxel in Nordrhein-Westfalen aufgefunden. Jemand hat ihn mit einem Messer in die Halsschlagader gestochen. Die Ermittlungen der Polizei führten bald zu einer Verdächtigen. Die 17-jährige Angela R. geriet schnell in den Fokus der Ermittler und gab nach einem Verhör zu, den gleichaltrigen Freund erstochen zu haben. Allerdings beschuldigte sie das Opfer der versuchten Vergewaltigung und insistierte, aus Notwehr gehandelt zu haben. 

Mordverdächtige verschwindet spurlos 

Damit begann ein Albtraum für die ohnehin verzweifelten Eltern des ermordeten Jungen, denn die Polizei musste zu Beginn der Ermittlungen den Aussagen der Tatverdächtigen glauben und nachgehen. In der Zwischenzeit wurde Angela R. auf freien Fuß gesetzt. Bis zu dem Zeitpunkt, zu dem sich ihre Aussagen als völlig aus der Luft gegriffen erwiesen hatten, verschwand die russischstämmige Mordverdächtige von ihrem Wohnort und ist seither trotz intensiver bundesweiter Suche nicht mehr aufgetaucht. Jetzt haben die Eltern des Opfers eine saftige Belohnung für Hinweise zum Aufenthaltsort der Mordverdächtigen ausgesetzt, um die vermeintliche Verbrecherin endlich hinter Gittern und vor Gericht zu sehen.  

20 000 Euro für Hinweise 

Laut Angaben der zuständigen Polizeistelle in Recklinghausen ist Angela R. 159 cm groß, hat braune Haare und braune Augen. Das Mädchen ist von schlanker Statur und spricht mit einem deutlich russischen Akzent. Die Staatsanwaltschaft in Dortmund wirft ihr vor, dass laut umfangreicher Ermittlungen „die Beschuldigte den Verstorbenen geplant, ohne rechtfertigenden Grund und heimtückisch mit einem Messer getötet hat“. Ein Haftbefehl wurde erlassen, aber man befürchtet jetzt, dass sich Angela R. in der Zwischenzeit mithilfe ihrer Familie nach Russland abgesetzt hat. Der Anwalt der Eltern des Opfers bezeichnet die Lage als fürchterlich, insbesondere weil Russland keine Verbrecher nach Deutschland ausliefert. Dennoch hoffen Onurs Eltern darauf, dass eine Belohnung von 20 000 Euro, die von der Mutter ausgesetzt wurde, zu wichtigen Hinweisen führen könnte, die in einer Festnahme resultieren. 

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Alexander Grünstedt