

Mit mehr als 22 Millionen Mitgliedern gilt der ADAC als einer der größten Verkehrsvereine der Welt und hält eine außerordentliche Machtposition in Deutschland. Die Einflussnahme des Vereins auf verkehrspolitische Maßnahmen ist unbestritten, und selbst nach einem Skandal vor Weihnachten, der in eine Stornierungswelle von Mitgliedschaften geführt hatte, steht der ADAC kaum geschwächt da. Jetzt könnte aber eine neue Entscheidung der ADAC-Geschäftsleitung zu einer weiteren Fluchtwelle führen. Die Mitgliedschaft im ADAC soll nämlich teurer werden.
Höchste Beitragserhöhung in der Geschichte des ADAC
Laut internen Quellen im ADAC sollen sich die Preise für die Mitgliedschaft im ADAC um bis zu 25 Prozent erhöhen. Wenn sich die Pläne durchsetzen, bedeutet die Maßnahme die bisher höchste Beitragserhöhung in der Geschichte des ADAC, der 1903 in Stuttgart gegründet wurde. Nach ersten Berechnungen wird die Beitragsverteilung wie folgt aussehen:
Basistarif für eine Person: Im Augenblick: 54 Euro – Neu: 64 Euro
Plustarif für eine Person: Im Augenblick: 94 Euro – Neu: 114 Euro
Premiumtarif für eine Person: Im Augenblick: 139 Euro – Neu: 174 Euro
Basistarif für eine Person mit (Ehe-) Partner: Im Augenblick: 79 Euro – Neu: 94 Euro
Plustarif für eine Person mit (Ehe-) Partner: Im Augenblick: 129 Euro – Neu: 154 Euro
Premiumtarif für eine Person mit (Ehe-) Partner: Im Augenblick: 189 Euro – Neu: 234 Euro
Basistarif für eine Person mit (Ehe-) Partner, Kinder (18-23 Jahre): Im Augenblick: 104 Euro – Neu: 124 Euro
Plustarif für eine Person mit (Ehe-) Partner, Kinder (18-23 Jahre): Im Augenblick: 164 Euro – Neu: 194 Euro
Premiumtarif für eine Person mit (Ehe-) Partner, Kinder (18-23 Jahre): Im Augenblick: 239 Euro – Neu: 294 Euro
Endgültige Entscheidung im Mai
Der ADAC begründet die Entscheidung, die Mitgliedsbeiträge zu erhöhen, mit dem augenblicklichen Preisdruck, der auch nicht den Verein verschont. Gleichzeitig weist eine Sprecherin des Verkehrsvereins darauf hin, dass der ADAC schon seit sechs Jahren nicht an dem augenblicklichen Preisniveau gerüttelt hat. Der endgültige Vorschlag für die Preiserhöhung wird der Hauptversammlung am 23. Mai vorgelegt. Die Preiserhöhung soll dann ab dem 1. Januar 2027 geltend gemacht werden.