

Der Start in die Osterferien kommt mit dem denkbar schlechtesten Wetter für Millionen, die sich auf ruhige Festtage im Kreise der Familie vorbereiten. Gewitter, Stürme und eine Schneefallgrenze, die bedenklich weiter nach unten rutscht, gaben jetzt Anlass dazu, dass der Deutsche Wetterdienst Wetterwarnungen für rund 350 Städte und Landkreise ausgesprochen hat. In vielen Teilen Deutschlands herrscht bereits Chaos auf den Straßen und selbst der öffentliche Personennahverkehr sowie Fernzüge kämpfen mit den Elementen. Besonders schlimmes Wetter wird in Bayern erwartet.
Jede Menge Neuschnee und Glätte
Die amtlichen Wetterwarnungen gelten für ganz Deutschland, wenn auch mit unterschiedlichen Warnungsstufen. Die Schneefallgrenze in den Alpen und Mittelgebirgen fällt auf 500 Meter über der Meereshöhe. Gleichzeitig wird es dort unaufhörlich schneien und zu glatten Straßen und Gehwegen führen. In Bayern werden etwa 50 Zentimeter Neuschnee erwartet. Besonders stark betroffen sind laut dem DWD die Kreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Berchtesgadener Land, Garmisch-Partenkirchen, Lindau, Miesbach, Rosenheim, Oberallgäu, Ostallgäu, Traunstein und Weilheim-Schongau. Die Warnung gilt bis einschließlich Mittwoch und umfasst auch eindringliche Hinweise auf die erhöhte Lawinengefahr, die durch den Neuschnee entstehen wird. Der DWD rechnet damit, dass sich die Lage in Bayern auch zu Ostern nicht verbessern wird und die Ostereierjagd vielleicht besser ins Haus verlegt wird.
Böen bis zu 100 Kilometer pro Stunde
In NRW haben über Nacht bereits wilde Stürme Bäume entwurzelt und sowohl den Straßen- als auch den Zugverkehr in Teilen zum Stillstand gebracht. Auch für den Rest der Woche bestehen Sturmwarnungen, nicht nur im Norden, sondern in ganz Deutschland. Windböen können im Norden bis zu 80 Kilometer pro Stunde erreichen, in höheren Lagen sogar bis 100 Kilometer pro Stunde. Der starke Wind ist die Folge von Gewittern, die das ganze Land bis mindestens Mitte der Woche überziehen werden. Sowohl der DWD als auch der ADAC warnen davor, sich an die „von O bis O“-Regel in Hinsicht auf den Reifenwechsel zu halten. Wenn auch die Regel besagt, die Reifen jeweils an Ostern und im Oktober auszutauschen, besteht in diesem April die Gefahr, dass Schnee und Eis immer noch ein wiederkehrendes Phänomen darstellen könnten.