Amazon: Schlechte Nachrichten für alle Kunden

Amazon dreht weltweit an der Preisschraube. Deutsche Kunden trifft es besonders heftig. Zum einen kommen ganz direkte Preissteigerungen bei den Dienstleistungen von Amazon. Zum anderen gibt es versteckte Teuerungen für das Online-Shopping.

Amazon erhöht den Abo-Preis für seinen Musik-Streamingdienst. Das verkündete der Konzern am Donnerstag. Einzel-Abonnement steigt von 9,99 Euro ab dem 21. Februar auf 10,99 Euro. Der Familientarif für bis zu sechs Nutzer wird von 14,99 Euro auf 16,99 Euro angehoben. Der Studententarif verteuert sich von 4,99 Euro auf 5,99 Euro.

Vergleichbare Preiserhöhungen erfolgen auch in den USA, Großbritannien, Kanada und Japan. Sie betrifft alle Nutzer des Musik-Streamingdienstes, die nicht Teil des Prime-Programms sind. Die Nutzer des Premium-Service von Amazon wurden bereits im vergangenen September mit einer heftigen Preiserhöhung konfrontiert.

Auch Apple Music und YouTube Music verkündeten bereits im Herbst letzten Jahres Preiserhöhungen. Es gilt als sicher, dass Spotify es Ihnen nachtut. CEO Daniel Ek hat diesen Schritt bereits nach der Preisanpassung bei Apple verkündet.

Versteckte Preiserhöhung auch im Amazon Online-Shop

Tech-Beobachter melden, dass Amazon kurzzeitig den Mindestbestellwert für Gratis-Versand auf 39 Euro angehoben hat. Der neue Preis ist zwar kurze Zeit später wieder verschwunden. Die Experten gehen aber davon aus, dass es sich um einen Testlauf handelte mit der Absicht, den Mindestbestellwert bald generell anzuheben. Damit werden auch Nicht-Prime-Kunden bald mehr bezahlen müssen, wenn sie bei Amazon shoppen.

Änderung beim Prime Videoangebot deuten sich an

Weitere Preis- und Service-Anpassungen bei Amazon zeichnen sich ab. Branchen-Beobachter rechnen damit, dass als nächstes Fans des Amazon-Sportangebotes um weitere Euros erleichtert werden. Die Experten vermuten, dass Amazon eine eigene App für das Sport-Angebot ausrollen wird. Für den Service wird das Unternehmen seine Kunden selbstverständlich zur Kasse bitten. In vergangenen Jahren hat Amazon viel in die Übertragungsrechte verschiedenster Sportarten investiert. 

Schon im letzten Quartal ist das Abo für den beliebten Streaming-Dienst Amazon Prime teurer geworden. Seit 15. September kostet das Jahres-Abo 89,90 Euro. Amazon hat den Preis damit um satte 30 Prozent erhöht.

Stellenabbau bei Amazon

Auch als Arbeitsgeber macht Amazon einmal mehr Negativ-Schlagzeilen. Ähnlich wie auch Google, Microsoft und Co stehen bei Amazon große Umstrukturierungen an. Der Abbau von 18.000 Stellen wird ab sofort umgesetzt.

2 Kommentare

  1. Ja klar, jeder will vom Kuchen des satten Abschöpfens der Kunden abhaben. Kundenverluste werden dadurch ebenso kompensiert. Die Abzockspirale dreht sich immer weiter und es gibt leider minderbemittelte Menschen, die da noch sehr gern weiterzahlen. 🤦🏻

  2. Das ist sehr schade. Sicher springen viele Kunden ab. Waren es doch in erster Linie die Preise, die uns Kunden bei Amazon so gerne bestellen ließen. Natürlich war auch die Zuverlässlichkeit wichtig. Aber das nützt wenig, wenn die Preise zu hoch sind.

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