Autofahrer flüchtet nach Polizeikontrolle

Eine ganz normale Polizeikontrolle auf der Autobahn. Die Beamten wollen gerade das Nummernschild eines Autofahrers kontrollieren und den wagen zum Halten bringen, als der Fahrer Gas gibt und in Folge einen tödlichen Unfall verursacht.

Der 37-jährige Fahrer des Autos sollte einfach nur seine Papiere zeigen. Die Polizei in Braunschweig hält die Stoppkelle aus und fordert den Fahrer dazu auf den Wagen anzuhalten. Doch der Mann drückt aufs Gaspedal. Auf seiner Flucht vor den Beamten drängte der Raser einen Dienstwagen der Braunschweiger Polizei ab. Nur wenige Meter nach der Abfahrt von der Autobahn, fuhr der Flüchtende mit extrem hoher Geschwindigkeit in zwei Autos rein. Die beiden Fahrzeuge warteten zu diesem Zeitpunkt an einer roten Ampel. Der Raser knallte hinten auf die beiden Autos und verursachte dabei einen tödlichen Unfall.

Unfallopfer stirbt vor Ort
Einer der Fahrer, ein 33-jähriger Mann starb noch an der Unfallstelle während der Fahrer des anderen wartenden Autos mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gefahren wurde. Auch der Raser wurde bei dem heftigen Aufprall schwer verletzt.
Alle drei Autos wurden durch die Wucht des Knalls meterweit über die Straße geschleudert und dabei fing eines der Fahrzeuge Feuer. Zusammen mit der Feuerwehr versuchte die Polizei die Insassen aus den völlig demolierten Autos zu befreien. Die entstandene Rauchentwicklung durch das brennende Auto erschwerte die Rettungsaktion. Eine Polizistin erlitt eine Rauchvergiftung, wollte jedoch weiterhin helfen.

Raser fuhr ohne Fahrerlaubnis
Am Abend des Dienstages hatte eine Zivilstreifen den 37-jährigen Fahrer bei einer Routineabfrage kontrollieren wollen. Dabei stellte sich heraus, dass dem Halter des Fahrzeugs vor einiger Zeit der Führerschein entzogen worden war. Doch der erwischte Fahrer ignorierte die Streife. Bei seiner Flucht hatte der Raser auch noch mehrere andere Fahrzeuge gefährdet und sogar gestreift. Hierzu sucht die Polizei immer noch Zeugen und Betroffene.

Bei der Untersuchung des Fahrzeugs stellten die ermittelnden Beamten nicht nur die fehlende Fahrerlaubnis fest, sondern fanden im Auto auch Drogen.
Auf Höhe von Braunschweig verließ der Verdächtige die Autobahn, wobei es unmittelbar nach der Abfahrt zu dem Unfall kam. Im Wagen des Mannes fanden die Beamten später Drogen.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen den Mann wegen etlicher Delikte im Straßenverkehr mit Todesfolge und Drogenmissbrauchs.