Corona-Kranke fliehen aus Kliniken

Der Wahnsinn mit dem Virus geht weiter. In Spanien sind aus mehreren Krankenhäusern zahlreiche Corona-Patienten geflohen.

Wie der Direktor der Nationalpolizei, Jose Ángel González in Madrid sagte, habe es mehrere Fälle in unterschiedlichen Krankenhäusern gegeben. Zwei solcher Fälle habe es allein in den vergangenen Stunden gegeben. Auch beklagte González, dass es neben diese Patienten auch andere, sehr verantwortungslose Bürger im Land gebe, die die vor mehr als einer Woche verhängte Ausgangssperre ignorierten. 80 Personen sind allein in den letzten 24 Stunden auf ihres „verantwortungslosen und unsolidarischen“ Verhaltens festgenommen worden.

Seit dem 15. März gibt es für die rund 47 Millionen Einwohner im Land nur noch wenige Ausnahmefälle, in denen das Haus verlassen werden darf. Am heutigen Mittwoch soll das Parlament auf Antrag des Ministerpräsidenten Pedro Sánchez über eine Verlängerung der Maßnahme bis zum 11. April abstimmen.

Die Situation in Madrid immer dramatischer

Soldaten entdecken der Zeitung “El Mundo” zufolge immer mehr Seniorenresidenzen, in denen die Bewohner sich selbst überlassen wurden. Auch mehrere Tote, die länger unbemerkt dort lagen, wurden entdeckt. Mehrheitlich befinden sich diese Einrichtungen in und um Madrid. Im Heim Monte Hermoso wurden inmitten von mehr als 70 Bewohnern 20 Tote gefunden, die alle mit dem Coronavirus infiziert waren. Alle Verstorbenen wurden von den Soldaten der Armee-Katastropheneingreiftruppe UME in ihren Betten liegend entdeckt. Eine Untersuchung der Zustände ist von der spanischen Generalstaatsanwaltschaft angekündigt worden.

Mit mehr als 42.000 Infektionen gehört Spanien zu den am stärksten von der Pandemie betroffenen Ländern in Europa. Mittlerweile gibt es auch mehr als 3.000 bestätigte Todesfälle. Das Land liegt nach China, Italien und den USA an vierter Stelle bei der Infiziertenzahl. Besonders dramatisch ist dabei die Lage in Madrid, wo die Zahl der Corona-Toten innerhalb von zwei Wochen auf 1.263 stieg.

Schockierende Bilder waren am Anfang der Woche aus Krankenhäusern in Madrid veröffentlicht worden. Dabei war zu sehen, wie Patienten auf dem Fußboden lagen. Mehrere Patienten hatten starken Husten, wiederum andere waren an Sauerstofftanks angeschlossen gewesen. Die Aufnahmen stammten den Angaben von „El Mundo“ zufolge aus den Krankenhäusern Infanta Leonor und Severo Ochoa de Leganes.

Ähnlich schlimme Zustände zeigt ein Tweet aus dem Krankenhaus Hospital Gregorio Marañón. In dem Wartezimmer und dem Flur drängten sich dabei auf engstem Raum vor allem ältere Menschen, während Pflegekräfte, alle in Schutzanzügen, versuchten, sich halbwegs um die Erkrankten zu kümmern.