Das Feuerinferno in Kalifornien forderte bereits über 50 Menschenleben

Die Feuerbrunst in frisst sich durch alles was nicht weglaufen kann, und bis jetzt scheint sie unaufhaltsam zu sein. Bisher forderten die Waldbrände in Sonnenstaat Kalifornien zahllose Verletzte und mindestens 50, bisher unidentifizierte Tote.

Es ist ein trauriger Anblick für die Ermittler, überall Trümmer, verbrannte Gegenstände und am schlimmsten, verkohlten Knochen. Die verheerenden Waldbrände forderten ihren Tribut und nun müssen sogar Leichenspürhunde bei der Suche nach den Toten hinzugezogen werden. Sobald die Ermittler Knochenteile finden, werden diese in die DANN-Labore gesendet. Dort wird versucht die DNA mit den vermisst gemeldeten Menschen verglichen.

Über 220 Menschen vermisst
Bisher wurden 4 Tote identifiziert, darunter auch der Musiker Ernest Foss. Der bettlägerige Mann war ein Kämpfer, er besiegte bereits zwei Mal den Krebs, doch gegen die Flammen kam der Mann nicht an.

Auch die Leiche einer 70-jährigen Rentnerin Ellen Walker aus Concow konnte von den Experten identifiziert werden. Die Frau war krank und zum Zeitpunkt des Feuerausbruchs alleine zu Hause. Der Ehemann war bei der Arbeit und rief noch den Nachbarn an, er solle seine Frau aus dem Haus retten bevor die Flammen kommen. Doch leider kam jede Hilfe zu spät.

Der schwarze Rauch und die alles verzehrenden Flammen fressen sich durch den gesamten Ort Paradise und verwandeln dieses in ein Inferno. Nun gerät auch der Energiekonzern Pacific Gas and Electric Company in die Bredouille. Einen Tag vor dem Ausbruch des Feuers, sollte eine defekte Hochspannungsleitung in der Gemeinde Pulga repariert werden, doch das wurde nicht gemacht. Die Funken flogen und könnten den Brand in Paradise mitversursacht haben.

Dynamisches Brandwachstum
Bisher konnten nur ein Drittel der Brände eingedämmt werden. „Camp“-Feuer bei Paradise und Woolsey“-Feuer bei Malibu sorgen für Angst vor einer lang andauernden Feuersaison. Die Landschaft ist staubtrocken, die Winde stark und die Luftfeuchtigkeit ist extrem niedrig. Diese Bedingungen bieten perfekten Nährboden für ein „explosives und dynamisches Brandwachstum“ erklärt ein Sprecher der kalifornischen Brandschutzbehörde.

Neben vieler, in Malibu ansässigen Stars und Sternchen, mussten auch ein paar deutsche Prominente vor dem Feuerinferno fliehen. Die Villa von Thomas Gottschalk brannte bis auf die Grundmauern nieder, während die Bäume rund um das Anwesen herum, kurioserweise verschont blieben.

Til Schweigers Ex-Frau Dana und deren gemeinsame Tochter Emma flüchteten vor den Flammen nach Santa Monica. In einer angstvollen sechsstündigen Fahrt, sorgte sich Dana vor allem um ihre Tochter Emma. „Das Schlimmste war, als ich nicht mehr telefonieren und ihr Auto nicht mehr im Rückspiegel sehen konnte“, erklärte Dana. Mutter und Tochter wurden bei der Flucht von einander getrennt, als ein schier endloser Tross an Autos vor der Feuerbrunst flüchtete.