Gökmen Tanis – Das ist der Schütze von Utrecht

Terror-Alarm in Utrecht / Niederlande. Mehrere Menschen sind in der Universitätsstadt Utrecht bei einer Schießerei in einer Straßenbahn verletzt worden. Mindestens drei Menschen sind nach aktuellen Angaben getötet worden. Möglicherweise handelt es sich dabei um einen terroristischen Anschlag, wie die Polizei mitteilte.

Die Stadt forderte alle Einwohner auf, ihre Häuser nicht zu verlassen. Es sei nicht auszuschließen, dass es zu weiteren Zwischenfällen kommen kann. Begonnen hatte das ganze Drama gegen 10.45 Uhr in einer Straßenbahn im westlichen Teil der Stadt. In der Zwischenzeit sind Kräfte der Anti-Terror-Einheit vor Ort. Ein Krisenstab ist vom Leiter der niederländischen Anti-Terror-Polizei einberufen worden.

Pieter-Jaap Aalbersberg sagte auf einer Pressekonferenz, dass an weiteren Orten in Utrecht Schüsse gefallen seien, konnte dies aber nicht näher spezifizieren. Von Seiten der Utrechter Polizei seine Berichte über mehrere Tatorte zunächst dementiert worden.

Aktuell fahndet die Polizei nach mindestens einem Flüchtigen. Dabei soll es sich um den 37-jährigen Türken Gökmen Tanis als Hauptverdächtigen handeln.

Es sei aber auch durchaus möglich, dass es mehrere Täter gebe, wie verschiedenen Medien berichteten. Ein Zeuge wurde auf dem Sender RTV Utrecht damit zitiert, dass mehrere Männer von der Straßenbahn aus geflüchtet seien. Allerdings geht die Polizei derzeit nur von einem Täter aus.

Der TV-Sender „NOS“ berichtet, am Nachmittag sei ein gesuchtes Fahrzeug entdeckt worden. Dieses sei verlassen vorgefunden worden. Auch Beweismittel aus einer Wohnung in einer abgesperrten Straße werden derzeit gesichert. Aktuell ist in der gesamten Provinz Utrecht die höchste Terrorwarnstufe 5 ausgerufen. Kindergärten und Schulen in der Stadt sind aufgefordert, alle Türen und Fenster geschlossen zu halten. Kinder sollten vorerst nicht von ihren Eltern abgeholt werden. Auch der Unibetrieb der Stadt und der gesamte Zugverkehr ist eingestellt worden. „Wir haben das in Abstimmung mit der Polizei getan“, sagte der Sprecher der größten Utrechter Moschee darüber, dass alle Moscheen der Stadt geschlossen worden sind.

Der Bürgermeister der Stadt spricht von aktuell drei toten Person und mindestens neun Verletzten. Diese seien unter anderem mit Rettungshubschraubern ins Krankenhaus gebracht worden. Weitere Menschen seien in der Straßenbahn medizinisch versorgt worden.

Landesweit wurde die Polizeipräsenz deutlich erhöht und auch die deutsche Bundespolizei verstärkte ihre Kontrollen an der deutsch-niederländischen Grenze sowie in Zügen massiv. „Wir haben unsere Fahndungsmaßnahmen hochgefahren, nachdem wir informiert wurden“, sagte ein Sprecher.