Deutsches AKW hat ein Leck im Kernreaktor

Im Atomreaktor eines deutschen Atomkraftwerks ist ein Leck aufgetreten. Der Energienetzbetreiber E.ON hat eine Warnung herausgegeben, weil im Atomkraftwerk Isar 2 ein Schaden entdeckt wurde. Dies wurde der Bundesregierung am Montag mitgeteilt. Das Leck stelle derzeit kein Sicherheitsrisiko dar, sagte ein Unternehmenssprecher.

Erst vor zwei Wochen hatte die Bundesregierung bekannt gegeben, dass das bayerische Kraftwerk Isar 2 eines der beiden Anlagen ist, die über das Jahresende hinaus in Betrieb bleiben sollen. Zusammen mit dem Kernkraftwerk Neckarwestheim in Baden-Württemberg war das Isar-2-Kraftwerk Teil des Notfallplans der Bundesregierung zur Überbrückung von Stromengpässen im Winter.

Nun meldet die E.ON-Tochter PreussenElektra, die für den Betrieb und die Wartung des Kraftwerks Isar 2 zuständig ist, dass einer der Kernreaktoren ein Leck hat, das dringend behoben werden muss. Dies wird zu einer vollständigen Abschaltung des Kernkraftwerks im Oktober führen. Es wird erwartet, dass dies mindestens eine Woche dauern wird, damit die notwendigen Reparaturen durchgeführt werden können.

Während der Energieversorger der Regierung versichert hat, dass das Leck die Sicherheit des Kernkraftwerks nicht gefährdet, gibt es nun einige Bedenken, was dies für die Energiepläne der Regierung für den Winter bedeutet.

Nach Angaben eines Sprechers des Energieversorgers ist E.ON zuversichtlich, dass mit der Bundesregierung ein Rahmen vereinbart werden kann, der es ermöglicht, dass Isar 2 auch über den 31. Dezember hinaus einen Beitrag zur Versorgungssicherheit in Deutschland leisten kann.

“Aufgrund der notwendigen Vorlaufzeiten ist es jetzt aber notwendig, dass die laufenden politischen Gespräche schnell zu einem klaren Ergebnis führen und alle Beteiligten schnellstmöglich Planungssicherheit schaffen”, erklärte der Sprecher.

Das Bundesumweltministerium teilte mit, dass es gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium dabei sei, “die neue Situation und ihre Auswirkungen auf die Ausgestaltung und Umsetzung der Sicherheitsreserve” des Ausbaus von Isar 2 zu prüfen.

Foto: Isar 2, Harke, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

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