Tödliche Familientragödie am Rhein

Es ist die schlimmste Vorstellung einer jeder Mutter: Das eigene Kind droht zu ertrinken und man kann nicht helfen. Dieses Schicksal ereilte nun eine Frau im hessischen Trebur.

Die Familie war am gestrigen Samstag zum Baden an den Rhein gefahren. Nachdem der Junge aus dem Sichtfeld seiner Mutter verschwunden war, lief die 30-jährige ins Wasser um ihren Sohn zu suchen. Dabei jedoch geriet sie selbst in Not und wurde von einem Passanten aus dem Wasser gezogen.
Laut einem Polizeibericht war die Frau kurz darauf aber erneut in den Rhein gelaufen. Auch ihre 13-jährige Tochter suchte im Fluss verzweifelt nach ihrem Bruder.

Die eintreffenden Rettungskräfte und der Wasserschutz brauchten das Mädchen unversehrt an Land. Die Strömung des Rheines drohte auch ihr zum Verhängnis zu werden.
Die Mutter und auch ihr 5-jähriger Sohn wurden je nach einer und zwei Stunden der intensiven Suche gefunden. Trotz sofort eingeleiteter Widerbelebungsversuche konnten weder Mutter noch Sohn gerettet werden.
Informationen, die der „Bild“-Zeitung vorliegen, besagen, dass die Mutter keine Badesachen trug, sondern komplett bekleidet versucht hatte ihren Jungen zu retten.

Die Familie hat einen Migrationshintergrund, machte aber keinen Urlaub auf dem benachbarten Campingplatz.
Die zurückgebliebene 13-jährige Tochter wurde vor Ort von Seelsorgern betreut. Wo genau sie jetzt unterkommt muss das zuständige Jugendamt klären.

In beinahe jedem deutschen Bundesland stehen die Sommerferien vor der Türe. Aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie findet der Urlaub für die allermeisten an heimischen Badeseen oder auch Flüssen statt. Polizei und Feuerwehr bitten um äußerte Vorsicht – auch vor ungeahnten Gefahren in den öffentlichen Gewässern. Jedes Jahr sterben zahlreiche Kindern und auch Erwachsene in Deutschlands Seen und Flüssen. Gerade gefährliche Strömungen können den Badegästen – gleich wie gut sie schwimmen können – dabei zum Verhängnis werden.

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