Eingebrochener Balkon begräbt deutsche Familie

Bauvorschriften von Balkons werden in Deutschland immer noch sehr genau eingehalten und involvieren neben Bauunternehmen auch Architekten, Bauingenieure und amtliche Gutachter, die das Bauwerk vor der Nutzung auf alle möglichen Eventualitäten und Umwelteinflüsse testen.  Vielen Bauherren sind die deutsche Übergenauigkeit und die damit verbundene Bürokratie ein Dorn im Auge, aber Berichte aus dem Ausland über Balkon- oder gar Hauszusammenbrüche geben den deutschen Bauvorschriften recht. Gerade erst ist es wieder zu einem entsetzlichen Vorfall mit einem kollabierenden Balkon im europäischen Ausland gekommen, und ausgerechnet eine deutsche Familie wurde von den herabfallenden Trümmerteilen getroffen.

Mutter stirbt vor Augen der Kinder 

Der Vorfall ereignete sich am Karsamstag in der griechischen Hafenstadt Korinth. Eine Familie von fünf aus Deutschland hatte gegen 15 Uhr ein Lokal verlassen und sich auf den Weg zum Parkplatz gemacht, als sich der Balkon eines einsturzgefährdeten Gebäudes loslöste und auf die vorbeipassierende Gruppe stürzte. Dabei wurde die 43-jährige Mutter von den Trümmerteilen begraben. Auch ihr 10-jähriger Sohn wurde vom Bauschutt getroffen und verletzt. Auch ihr zehnjähriger Sohn wurde vom Bauschutt getroffen und dabei verletzt. Der Rest der Familie kam trotz der Wucht der Schuttlawine mit dem Schrecken davon. Die herbeieilenden griechischen Rettungskräfte mussten die Mutter aus dem Schutt herausgraben und konnten nur noch ihren Tod feststellen. Die Familie mit drei Kindern ist am Boden zerstört und jetzt rasen die Griechen gegen das Bauunternehmen, das für die Wartung des Gebäudes verantwortlich war. 

Festnahmen und Jagd nach Hauseigentümer 

Die griechischen Behörden haben jetzt die Ermittlungen eingeleitet, um die Verantwortlichen für den Kollaps zur Rechenschaft zu ziehen. Der Besitzer eines Bauunternehmens und ein Bauingenieur wurden bereits festgenommen und eine Fahndung nach dem Hauseigentümer eingeleitet. Laut Nachbarn in dem betroffenen Stadtteil waren die Renovationsarbeiten an dem einsturzgefährdeten Haus bereits von vielen Unachtsamkeiten und Ignoranz gegenüber der Sicherheit der Öffentlichkeit geprägt. Anwohner bemängeln nicht nur, dass der Eigentümer und die Baufirma das Haus trotz des verfallenen Zustands nicht verschlossen und durch Barrikaden gesichert hatten. Auch die unmittelbare Umgebung der Bauarbeiten wurde nicht eingezäunt und sorgte für ständige Gefahren für zufällig Vorbeipassierende. 

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Alexander Grünstedt