Erneute Suchaktion nach verschwundener Maddie aus England

Maddie verschwand am 3. Mai 2007 aus einer Ferienanlage, als sie mit ihren Eltern an der Algarve-Küste im Urlaub war. Die unglaubliche Wende in diesem Fall kam dann am 3. Mai 2020, als die deutschen Behörden Christian B. als einen Verdächtigen anführten.

Eine weitere Spur haben nun portugiesische Ermittler verfolgt. Dabei untersuchten sie in der Ortschaft Vila do Bispo, ca. 15 Kilometer vom Ort des Verschwindens in Praia da Luz entfernt, einen Brunnen. Die Beamten sollen im Vorfeld „fundamentale Beweisstücke“ entdeckt haben, wie der portugiesische „RTP“ berichtete. Auch die britische „Sun“ vermeldete, dass sie mit B. in Verbindung stehen sollen.

Öffentlich-rechtliche Medien haben außerdem davon berichtet, dass mit Feuerwehrleuten nach einer Leiche gesucht werde. Ein Pärchen war vorab von der Polizei befragt worden, dieses hatte mit dem verurteilten Pädophilen in Portugal zusammengelebt. Daraus ergaben sich dann nun wohl die neuen Erkenntnisse und Ermittlungen.

Untersucht werden sollen auch zwei Höhlen, in deren unmittelbarer Nähe der Verdächtige damals gelebt hat. Beide befinden sich demnach nur 25 Gehminuten vom Hotel entfernt, aus dem Madeleine vor 13 Jahren verschwand. Das Haus selbst, in dem der Verdächtige damals lebte, liegt in einem Gebiet, dass voll von stillgelegten Brunnen ist.

Der Fall Maddie

Die Eltern von Maddie waren 2007 in der Ferienanlage Praia da Luz essen gewesen und hatten ihre drei Kinder im Zimmer schlafend zurückgelassen. An diesem Abend verschwand die damals dreijährige Tochter Madeleine aus der Anlage und gilt seitdem als vermisst, da bislang noch keine Leiche gefunden wurde.

Anfang des Monats hat auch die zuständige Staatsanwaltschaft in Braunschweig den Eingang weiterer Hinweise in diesem Fall bestätigt. Behördensprecher Hans Christian Wolters sagte damals:
„Inhaltlich können und wollen wir diese aber noch nicht bewerten“.

Der Verdächtige soll am 3. Mai 2007 zu „tatrelevanter“ Zeit mit einem Handy in Praia da Luz telefoniert haben. Nach dem Nutzer einer portugiesischen Telefonnummer wird von den Fahndern immer noch gesucht. Auch in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ wurde diese Nummer veröffentlicht.

Das sagt der Anwalt von Christian B.

Nach der Sendung hatte der Anwalt des Verdächtigen die Staatsanwaltschaft in Braunschweig scharf kritisiert. „Die Staatsanwaltschaft hat sich offensichtlich auf unseren Mandanten eingeschossen und probiert nun auf Biegen und Brechen, ihre Beweisnot zu beheben“, sagte Rechtsanwalt Friedrich Fülscher. Sehr gespannt sei er daher auf den beweisgestützten Verdacht der Staatsanwaltschaft. „Ich halte diese Aussage der Staatsanwaltschaft Braunschweig für unheimlich gewagt.“

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