EU öffnet Grenzen zu 13 Nicht-EU-Ländern

Die Europäische Union will am Dienstag bekannt geben, für welche Länder der Einreisestopp wegen Corona ab dem 1. Juli aufgehoben werden sollen.

Besonders wichtig ist es aus dem Grunde, da die Öffnungen gegenseitig geplant sind und Urlauber dann keine Pflicht haben, sich 14 Tage nach Einreise in Quarantäne zu begeben. Somit können auch Airlines und Reiseveranstalter wieder mehr Angebote veröffentlichen. Das letzte Wort für eine Grenzöffnung haben aber immer noch die jeweiligen EU-Mitgliedsstaaten.

Die Liste wird von der kroatischen Ratspräsidentschaft geführt und umfasst derzeit 13 Staaten, in die man aus epidemiologischer Sicht sicher reisen kann. Die Kriterien sind unter anderem eine maximale Höchstzahl an Covid-19-Neuinfektionen innerhalb von 14 Tage, der allgemeine Trend in dem selben Zeitraum, die Nachverfolgbarkeit von Infektionen und die Qualität des Gesundheitssystems. Analog zum EU-Durchschnitt sollen die Zahlen der Neuinfektionen innerhalb der letzten zwei Wochen bei um und bei 16 Fälle pro 100.000 Einwohner liegen.

Ganz konkret soll es sich um diese 13 Länder handeln, für die es am Dienstag eine Einreiseöffnung geben soll:
Afrika: Algerien, Ruanda und Tunesien
Asien: Japan, Südkorea und Thailand
Europa: Georgien, Montenegro und Serbien
Nordamerika: Kanada
Ozeanien: Australien, Neuseeland
Südamerika: Uruguay

China und Marokko könnten folgen

Grundsätzlich gibt es auch für diese beiden Länder ein OK, aber es liegen noch nicht ausreichend Garantien für den umgekehrten uneingeschränkten Zugang der EU-Bürger vor. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, soll unter der deutschen Ratspräsidentschaft diese Übersicht alle 14 Tage überprüft und aktualisiert werden. In den Verhandlungen über diese Liste wurde auch heftig darüber gestritten, welche Länder keine Erleichterungen in die EU bekommen. Dies sind derzeit unter anderem die USA, Russland, Brasilien und die Türkei.

Die komplizierte Lage in Deutschland

Bis zum 31. August will hingegen das Auswärtige Amt die Reisewarnungen für viele Länder aufrechterhalten. Allerdings sind Reisewarnungen keine Verbote. Dabei werden Reisen jedoch auf unbedingte Notwendigkeit, unter anderem aus familiären Gründen, beschränkt und dienen als Rechtsgrundlage bei Stornierungen.

Darüber hinaus gibt es aber auch sogenannte Risikogebiete, die auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts veröffentlicht werden. Darin sind Regionen verzeichnet, wo ein höheres Risiko besteht, sich zu infizieren, aber auch Länder mit wenig Fallzahlen jedoch mit einem eingeschränkten Test- und Gesundheitssystem. Rückkehrer aus solchen Ländern müssen dann damit rechnen, in Quarantäne geschickt zu werden. Dies jedoch ist schlussendlich eine Entscheidung der jeweiligen Bundesländer.

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