Flugzeugunglück fordert viele Menschenleben

Als eine Maschine der Fluggesellschaft Air India am Flughafen der Stadt Kozhikode über die Landebahn hinausschießt und in zwei Teile zerbricht, sterben mindestens 17 Menschen und 123 weitere werden dabei verletzt. Starke Regenfälle gelten als der wahrscheinliche Grund für das Unglück.

Bei der Landung auf dem Flughafen der indischen Stadt Kozhikode im südwestindischen Bundesstaat Kerala ist eine Maschine der Airline Air India Express über die Landebahn hinausgerutscht und dabei in zwei Teile zerbrochen. Unter Berufung auf die Polizei berichten lokale Medien, dass dabei mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen und weitere 123 verletzt worden sind. 15 davon sind mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gekommen. Die Maschine, die aus Dubai kam, hatte nach Informationen von Air India 174 Passagiere an Bord, zehn davon waren Kinder. Ebenfalls waren fünf Flugbegleiter im Flugzeug.

Laut Informationen der CNN sollen unter den Toten auch die beiden Piloten sein. Videoaufnahmen von Zeugen, die in den sozialen Medien geteilt wurden, zeigen unter anderem, wie das Wrack von der Feuerwehr gewässert wird. Allerdings gab es keinerlei Informationen über ein Feuer an dem Unglücksflugzeug.

Nach Angaben des indischen Luftfahrtministeriums sind die Rettungsarbeiten noch in vollem Gange. Mindestens 89 Verletzte sind in verschiedene Krankenhäuser gebracht worden. Ursache war nach Kenntnisstand des Fernsehsenders News18 ein Problem mit dem Fahrwerk. Auch soll es zum Zeitpunkt des Absturzes stark geregnet haben. Die Rettungsmaßnahmen werden durch die Regenfälle stark erschwert.

Vor der Landung hat die Maschine nach Aufzeichnung der Flugtracking-Seite Flightradar24 zuerst mehrere Schleifen über dem Flughafen gedreht. Da sich die Piste auf einem Hügel befindet, lässt sich diese schwierig anfliegen. Nach der Landung war das Flugzeug daher rund zehn Meter nach unten gefallen, so das Zivilluftfahrtministerium auf Twitter.

Bei dem Flug hat es sich um einen sogenannten Rückholflug für indische Staatsangehörige durch die Regierung gehandelt. Unter der Flugnummer IX 1344 waren diese aus dem Ausland geholt worden, nachdem sie wegen der Corona-Pandemie und damit einhergehenden internationalen Reisebeschränkungen gestrandet waren.

Von dem Unglück erschüttert zeigte sich unter anderem der indische Präsident Nath Kovind. Er sagte: „Meine Gedanken und Gebete sind bei den betroffenen Passagieren, Crewmitgliedern und deren Familien“. Laut einem Bericht der „Times of India“ sei auch der indische Außenminister Subrahmanyam Jaishankar zutiefst betrübt. An die Hinterbliebenen der Opfer wie auch an die Verletzten gingen seine Gebete. Und auch der Innenminister Rajnath Singh twitterte, er bete für deren schnelle Genesung.

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