Frau fährt vor Angst extra gegen Baum

Es ist ein Unfall mit besonders viel Dramatik, der sich im Berliner Stadtbezirk Reinickendorf ereignet hat. Am Montagabend raste ein Auto gegen einen Baum. Die beiden Insassen, eine 24-jährige Frau und ein 25-jähriger Mann überleben. Was nach einem herkömmlichen schweren Unfall aussieht, entpuppt sich als Wahnsinn, denn die Frau steuerte ihren Peugeot vor Angst ganz bewusst gegen den Baum in der Antonienstraße.

Aber was bringt eine junge Frau zu solch einer Tat? Eine Frage, die sich die Ermittler in Berlin auch stellten und prompt eine Antwort erhielten: Sie wollte ihrem Ex-Freund, dem 25-jährigen Beifahrer, entkommen.

Der nämlich hatte sie zuvor mit einem vorgehaltenen Messer dazu gezwungen, in den Wagen einzusteigen und loszufahren. Auch während der Fahrt soll es immer wieder Bedrohungen mit besagtem Messer gegeben haben. Die Frau berichtete bei ihrer Vernehmung von Todesängsten, die sie dazu trieben, ihren Wagen in geeignetem Moment gegen den Baum zu steuern. Einen anderen Ausweg habe sie in der Situation einfach nicht mehr gesehen.


Nachdem das Auto mit dem Baum kollidiert war, konnte sie aussteigen und bat umstehende Passanten eindringlich um die Verständigung der Polizei. Mit ihr trafen dann auch die Notärzte ein, die sich umgehend um die verletze Frau kümmerten und sie im Anschluss in das nächstgelegene Krankenhaus brachten. Ihr Freund entkam kurz nach der Kollision und gilt auch aktuell noch als flüchtig.

Das Auto sei nach Informationen der „Bild“-Zeitung ein Totalschaden und wurde abgeschleppt.

Welche Konsequenzen der Unfall und vor allen Dingen die vorangegangene Bedrohungslage nun haben, müssen die Ermittlungen der Berliner Polizei in Kooperation mit der Staatsanwaltschaft ergeben.

Der Autofahrerin geht es den Umständen entsprechend gut. Den Unfall hat sie nach bisherigem Kenntnisstand gut verkraftet. Psychologisch gilt es nun jedoch die Horror-Fahrt bestmöglich aufzuarbeiten.

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