Explosive Situation: Libanon beschlagnahmt Schiff mit “illegaler” Getreidefracht

Im Libanon braut sich Ärger zusammen, nachdem die Polizei ein Schiff mit Tonnen einer angeblich “illegalen” Getreideladung beschlagnahmt hat. Das unter syrischer Flagge fahrende Schiff wurde auf Ersuchen der ukrainischen Botschaft in Beirut beschlagnahmt. Es besteht der dringende Verdacht, dass es sich bei der Ladung um einen Teil des Getreides handelt, das aus dem Südosten der Ukraine gestohlen wurde.

Dies ist die Meinung des ukrainischen Botschafters Ihor Ostash: Er glaubt, dass das geladene Getreide aus den von Russland besetzten Gebieten seines Landes stammt. Unter der Leitung von Staatsanwalt Ghassan Queidat untersucht die Polizei die Ladung der “Laodicea”, die am Samstagabend im Hafen von Tripolis eintraf, so ein Justizbeamter. Das syrische Schiff werde “bis zum Abschluss der Ermittlungen” festgehalten.

Vor zwei Wochen hatte die von Russland unterstützte Separatistenverwaltung im Südosten der Ukraine angekündigt, in großem Ausmaß Getreide aus der besetzten Region exportieren zu wollen. “Mehr als 100 Güterwagen sind bereits verschickt worden, ein weiterer Vertrag über 150.000 Tonnen wurde mit einem Getreidehändler abgeschlossen”, sagte der Leiter der russischen Militärverwaltung von Saporischschja, Jewgeni Belitzki, auf seinem Telegramm-Kanal.

Die Ukraine beschuldigt Russland seit mehreren Monaten, Getreide zu stehlen. Belitzki bestätigte damit nur, was bereits vermutet wurde. Der russische Verwalter erklärte, dass neben dem Bahntransport auch ein Transport auf dem Seeweg geplant sei. “Rund 100.000 Tonnen werden über den Hafen von Berdjansk exportiert”, kündigte er an.

Ob das festgehaltene Schiff Getreide ukrainischer Herkunft transportiert, bleibt abzuwarten. Zunächst kamen die Zollbeamten zu dem Schluss, dass es “keine Beweise dafür gibt, dass die Waren gestohlen wurden”. Sollte das Schiff unter die Sanktionen fallen, wird es von den türkischen Behörden beschlagnahmt werden.

Dies wird zu einer Verschlechterung der Beziehungen sowohl zu Syrien als auch zum Libanon führen. Die Hälfte der Schiffsladung war für den Libanon bestimmt, der derzeit mit einer der schlimmsten Finanzkrisen der Welt zu kämpfen hat und infolgedessen auch mit einer großen Brotknappheit konfrontiert ist. Der Rest des Getreides war für Syrien bestimmt, dessen Militär in der Vergangenheit mit Russland zusammengearbeitet hat.

2 Kommentare

  1. Für wie dumm ,hält der ukrainische Botschafter Ihor Ostash die Menschen, das er glaubt die Russen stehlen Getreide. Wenn ER gläubig ist muss ER in die Kirche gehen. ER muss es beweisen können. In dem grossen Umfang ist es wohl kaum möglich unerkannt solche Mengen an Getreide zu verschiffen. Da haben noch ANDERE Mächte ihre Hand im Spiel!! Ich sehe wieder EINMAL das es NICHT um das Mindern der Hungersnot geht, sondern um MACHT und POLITISCHE Interessen.

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