Großeinsatz der Polizei nach Streit unter Partygästen

Offenbar sind am Dienstagabend mehrere Gäste einer privaten Feier in Hamburg Lohbrügge aufeinander losgegangen. Durch Schüsse und Schreie aufgeschreckt, verständigte ein Nachbar die Polizei, die mit einem Großaufgebot anrückte.

In Hamburg hat eine Streiterei auf einer Feier am Dienstagabend einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Gegen 22.30 Uhr seien die Beamten im Stadtteil Lohbrügge von einem aufgebrachten Nachbarn verständigt worden, nachdem dieser unter anderem Schreie und Schüsse gehört hatte. Das teilte die Polizei Hamburg mit. Sofort rückten sie mit einem Großaufgebot von 24 Streifenwagen an, auch die Feuerwehr war an dem Einsatz beteiligt.

Als die Beamten am Rheinbeker Redder eintrafen, nahmen sie zunächst 13 Personen vorläufig fest. Für die Feststellung der Personalien wurde eigens ein Bus der Hamburger Verkehrsbetriebe geordert. Diese wurden aber nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen und erkennungsdienstlichen Behandlung aus Mangel an Haftgründen wieder freigelassen. Drei Männer, denen zunächst die Flucht gelang, wurden im Rahmen einer sofort eingeleiteten Fahndung aufgegriffen und vorläufig verhaftet. Diese saßen bereits in einem Bus und wollten in Richtung Hamburg-Billstedt entkommen. Die Polizei fand bei einem der Männer, einem 21-jährigen Afghanen, eine Schreckschusspistole. Mit dieser wurde zuvor möglicherweise auch geschossen. Die Waffe wurde sichergestellt. Später wurden auch diese drei jungen Männer wieder freigelassen.

Die Polizei geht nach bisherigem Erkenntnisstand davon aus, dass in einem Kleingartenverein eine junge Frau eine Party veranstaltet hatte. Einige der jungen Gäste, die meisten mit afghanischer Staatsangehörigkeit, seien vermutlich während der Feier unter dem Einfluss von zu viel Alkohol in Streit miteinander geraten. Simpler Auslöser ist nach derzeitigen Ermittlungen ein einfacher Rempler gewesen. In dessen Verlauf soll während der Auseinandersetzung auch mit einer Schreckschusspistole in die Luft geschossen worden sein, was wiederum die Nachbarn aufschreckte, die dann die Polizei riefen. Es gab bei den Vorkommnissen keine Verletzten. Die Polizei korrigierte inzwischen erste Meldungen, wonach es zu einer Massenschlägerei zwischen verfeindeten Gruppen gekommen sein soll.

Die Beamten stellten am Tatort mehrere Gegenstände sicher, darunter auch Patronenhülsen, die vermutlich aus der Schreckschusswaffe zu stammen scheinen. Der 21-jährige muss nun mit einem Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz rechnen, welches durch die Polizei eingeleitet wurde.