“Ich spaße nicht” – Nächster Krieg droht Europa zu zerreißen

Das Land steht kurz vor dem Abgrund, aber der Präsident zündelt immer weiter. Mit einer Demonstration von außenpolitischer Stärke versucht Recep Erdogan derzeit, den Niedergang der Türkei zu kaschieren. Es bleibt die Frage, was er damit erreichen möchte. Geht es wirklich um einen weiteren militärischen Konflikt im Schatten des Ukraine-Krieges oder ist es schon wieder Wahlkampfgetöse? Aussagen, die der Präsident zuletzt getätigt hatte, geben Anlass zur Sorge um einen Kampf zwischen zwei Nato-Partnern.

Täglich gibt es derzeit neue Schlagzeilen, die eine hohe Brisanz haben. So blockiert Erdogan schon seit Wochen die Beitrittsverhandlungen zur Nato von Schweden und Finnland und wird wieder einmal militärisch gegen die Kurden im Norden von Syrien vorgehen. Nun kommen auch noch Drohungen in Richtung Griechenland hinzu, die immer stärker in Kriegsrhetorik übergehen.

In einer Ansprache warnte er das Nachbarland vor einer weiteren Aufrüstung der Inseln, die sich in der östlichen Ägäis befinden. Es gehe Griechenland vor allem darum, sein Land damit zu provozieren. Es solle alle Handlungen und Äußerungen unterlassen, die es zu einem späteren Zeitpunkt bedauern würde, so der Präsident. Gleichzeitig hielt die türkische Marine eine Militärübung an der westtürkischen Küste ab. „Reißt euch zusammen (…) ich spaße nicht“. Die Aufrüstung könnte „katastrophale Konsequenzen“ nach sich ziehen. Türkische Kampfjets hatten zudem in den letzten Wochen regelmäßig den griechischen Luftraum verletzt und dabei auch beliebte Urlaubsinseln überflogen.

Schon länger sind die Beziehungen der beiden Länder auf einem Tiefpunkt angelangt, denn in der Region befinden sich große Gasvorkommen, die beide Länder für sich beanspruchen. Die griechische Souveränität über die Inseln in der östlichen Ägäis stehen dabei für die Türkei in Frage, wen diese weiter militärisch aufgerüstet werden sollten. Nach den beiden Weltkriegen waren Abkommen unterzeichnet worden, die eine Militarisierung der Inseln ausgeschlossen hätten.

Das Recht auf eine eigene Verteidigung der Landesgrenzen führt hingegen Athen ins Feld und verweist gleichzeitig auf die militärische Präsenz der türkischen Armee an der Westküste, was Griechenland als Bedrohung seiner eigenen Souveränität ansieht. Es bestehen für die Türkei keinerlei Ansprüche in der Ägäis und so fordert die griechische Regierung, Erdogan solle seine fortwährenden Provokationen einstellen.

Unterdessen kämpft die Türkei mit einer immer weiter steigenden Inflation. Diese liegt derzeit bei 73,5 Prozent, die zuletzt 1998 erreicht wurde. Und der Unmut in der Bevölkerung nimmt dementsprechend weiter zu. So haben inzwischen zwei Drittel aller Teilnehmer an einer Umfrage große Probleme, bis zum Ende des Monats mit ihrem Geld auszukommen. Die Regierung versucht unterdessen weiterhin, die Lage schönzureden.

Und trotz aller Probleme wird Präsident Erdogan auch weiterhin an der Macht bleiben wollen. So wird er auch im nächsten Jahr wieder als Kandidat in das Rennen um die Präsidentschaft gehen. Bei einer erneuten Wiederwahl bleibt er aller Voraussicht nach bis 2028 im Amt.

9 Kommentare

  1. Erdogan ist schon immer ein Arsch
    gewesen und wird es immer bleiben. Der Idiot sucht wie Putin nur einen Grund einzufallen.

    1. @ Klaus – so ist es – die beiden sind sich sehr ähnlich – große Klappe – aber nix dahinter ausser Dummheit und menschenverachtendes Verhalten.
      Ich verstehe die Deppen nicht, die solche Tyrannen noch wählen.

    2. Ukrainische Menschenrechtsbeauftragte stürzt über erfundene „Massenvergewaltigungen“

      10. Juni 22
      Ein Artikel von: Jens Berger

      Lyudmyla Denisova war in den letzten Wochen in den westlichen Medien eine vielzitierte Quelle. Die mit schrecklichen Details gespickten Aussagen der Ombudsfrau des ukrainischen Parlaments für Menschenrechte zu „Massenvergewaltigungen“ ukrainischer Frauen und Kinder durch russische Soldaten passten offenbar gut ins Narrativ. Dann kam jedoch heraus, dass sie sich die meisten Schilderungen schlichtweg ausgedacht hatte. Es folgte ein Misstrauensvotum und die Entlassung. Nun erklärte sich Denisova in den ukrainischen Medien. Sie habe mit den Gräuelmärchen doch nur der Ukraine helfen wollen, indem sie den Westen zu Waffenlieferungen bringt. Davon erfahren wir in deutschen Medien natürlich nichts und es ist davon auszugehen, dass Denisovas Gräuelpropaganda auch weiterhin von deutschen Journalisten und Politikern weiterverbreitet wird.

      Das erste Opfer jedes Krieges ist die Wahrheit. Es ist daher nicht sonderlich überraschend, dass Kriegsparteien versuchen, die öffentliche Meinung im In- wie im Ausland durch Lügen zu beeinflussen. Lyudmyla Denisova beherrschte dieses Handwerk jedoch nicht in Perfektion – ihre Gräuelgeschichten von Massenvergewaltigungen an Frauen und Kindern waren so detailliert und unglaublich, dass sie einige Journalisten dazu animierten, sie auf eigene Faust weiter zu recherchieren; sicher nicht, um sie zu überprüfen, sondern um sie auszuschlachten und weiterzuspinnen. So erzählte Denisova beispielweise etwas von einem einjährigen Jungen, der von russischen Soldaten zu Tode vergewaltigt wurde. „Dummerweise“ ließen sich diese und andere Aussagen aber nicht bestätigen, was in einigen internationalen Zeitungen – deutsche waren natürlich nicht darunter – zu ersten Zweifeln über den Wahrheitsgehalt sämtlicher ukrainischen Vorwürfe führte. Das kam im ukrainischen Parlament gar nicht gut an.

      Aber es waren nicht nur die Lügen, die Denisova das Genick brachen, sondern vor allem ihre eigenwillige Amtsauffassung. Anstatt als Menschenrechtsbeauftragte der Werchowna Rada nach Russland und Weißrussland zu reisen, um humanitäre Korridore zu verhandeln und sich für den Austausch von Kriegsgefangenen einzusetzen, tourte sie lieber durch Davos, Wien, Rom und „andere warme westliche Länder Europas“ (Zitat: Interfax-Ukraine), um Medienarbeit in eigener Sache zu betreiben, indem sie ihre Gräuelgeschichten verbreitete. Am 31. Mai sprach das ukrainische Parlament ihr daher mit 234 zu 9 Stimmen das Misstrauen aus und entließ sie aus ihrem Amt. Einen Nachfolger gibt es noch nicht.

      Einige Tage später fühlte sich Denisova nun dazu getrieben, sich vor den ukrainischen Medien in einem Interview zu rechtfertigen. Ihre Aussagen sollten vor allem im Westen die Alarmglocken schrillen lassen. Sie habe sich die Vergewaltigungsgeschichten nur ausgedacht, um ihrem Land zu helfen. So schildert sie eine Rede vor dem italienischen Verteidigungsausschuss. Die Abgeordneten seien überdrüssig von dem Krieg in der Ukraine gewesen und allen voran die Fünf-Sterne-Bewegung hätte sich gegen Waffenlieferungen ausgesprochen. Mit ihren ausgedachten Gräuelgeschichten hätte sie dann jedoch die Stimmung gedreht und danach hätte ihr sogar ein führendes Mitglied der Fünf-Sterne-Bewegung gesagt, er befürworte nun auch die Lieferung schwerer Waffen. „Vielleicht bin ich zu weit gegangen. Aber ich habe versucht, das Ziel zu erreichen, die Welt davon zu überzeugen, Waffen zu liefern und Druck auf Russland auszuüben“, so Denisova.

      Mit ihren Lügen schaffte es Denisova in das Programm von CNN, Washington Post, BBC und anderen und auch in deutschen Medien wurde sie immer wieder zitiert (u.a. hier, hier oder hier und der SPIEGEL interviewte sie sogar). Ihre Propaganda hatte durchaus Erfolg. So nutzte beispielsweise auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann die Lüge von den „Massenvergewaltigungen“, um Ulrike Guérot bei Lanz mit der größtmöglichen Moralkeule mundtot machen zu wollen. Zum Zeitpunkt der Aufzeichnung war Denisova übrigens schon nicht mehr im Amt und Strack-Zimmermann hätte als „Fachpolitikerin“ wissen müssen, dass die Geschichten über die Gräueltaten ausgedacht waren.

      Auf eine Richtigstellung deutscher Medien und deutscher Politiker werden wir wohl vergebens warten. Ist die Lüge erst in der Welt, ist es nicht mehr so einfach, sie wieder einzufangen – schon gar nicht, wenn man gar kein Interesse an der „Wahrheit“ hat. Und Denisova ist ja nicht allein. Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, und auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj „glänzen“ ja mittlerweile fast täglich mit „Stories“, deren Wahrheitsgehalt zumindest fragwürdig ist. Auch ihr Ziel ist es, den Westen dazu zu bringen, Waffen zu liefern und sich noch weiter gegen Russland zu positionieren. So gesehen ist Frau Denisova eine „gute“ Staatsdienerin – nur dass sie offenbar den Bogen überspannt und ihre Kompetenzen überschritten hat. Das sieht man auch in Kiew nicht gerne.

      Ganzer Artikel:

      https://www.nachdenkseiten.de/?p=84712

      Oder

      https://weltexpress.info/ukrainisches-parlament-entlarvt-vergewaltigungsvorwuerfe-gegen-russen-als-luegen/

    1. Alles was man bräuchte um Typen wie Putin, Erdogan, Lukaschenko oder Kim Jong Un
      loszuwerden, wäre ein gut ausgebildeter und hochmotivierter Scharfschütze !
      Und alle zeitgleich, am gleichen Tag um die Chance sich zu verstecken zu minimieren !

    2. @ Burkhard – da gebe ich Dir vollkommen Recht – um so schneller um so besser – hoffentlich sind sie bald unter der Erde

  2. Warum so unchristlich? Oder ist es so schwer eigene Meinung zu bilden? Scheinen alles Hauptschulabbrecher zu sein. Wenn ich niemanden hasse, brauche ich auch nichts zu befürchten. Herr Gott sieht Alles! Die Verdummten wählen immer Reiche – und staunen dass sie immer ärmer werden. Was hat der Papst zum Kaiser gesagt?

  3. Hallo Herr/Frau negiwadi Sie berufen sich auf Christlichkeit, ich unterstelle Ihnen das die Bibel für Sie
    ein Feigenblatt ist! Ihre ” Zitate ” sind befremdlich und verwirrend. Hoffentlich hilft Ihnen der Besuch
    einer Bibelstunde um die Blicke zu korrigieren.

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