Iran-Krieg: Osterferien für viele in Gefahr

Sowohl die amerikanische als auch die israelische Regierung haben gerade mitgeteilt, dass der Krieg gegen den Iran voraussichtlich über längere Zeit hinweg andauern wird. In nur wenigen Wochen beginnen hierzulande die Osterferien und viele haben schon den Urlaub im Ausland gebucht. Dabei ziehen immer mehr Touristen die unerträgliche Hitze im Sommer in Südeuropa in Betracht und haben sich entschlossen, die großen Ferien auf Ostern oder den Herbst zu verlegen. Der Krieg im Nahen Osten könnte allerdings einen Strich durch die Rechnung machen. Nicht nur sind die beliebten Urlaubsziele am Roten Meer in diesem Jahr für viele zu unsicher. Auch andere beliebte Touristenhochburgen in Europa und weiter entfernt sind von dem Chaos im internationalen Luftverkehr betroffen. 

Beliebte arabische Zwischenstopps 

Unter den deutschen Urlaubern, die im Augenblick in Flughäfen in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten gestrandet sind, befinden sich viele, die dort überhaupt keinen Urlaub geplant hatten. Viele waren auf dem Weg zu oder von beliebten Urlaubszielen wie den Malediven, Australien oder Neuseeland. In vielen Fällen waren sie gezwungen, einen Zwischenstopp in den arabischen Ländern zu machen, um das Flugzeug zu wechseln, und wurden dort vom Krieg eingeholt. Dieser Zustand könnte sich auf viele Wochen hinweg ausweiten und internationale Flüge zu Traumdestinationen werden voraussichtlich bei einer Verlängerung des Krieges bis zur Osterzeit storniert werden. Aber auch europäische Destinationen stehen in direkter Gefahr, in den Krieg hineingezogen zu werden. 

Mehrere europäischen Länder betroffen 

Die Inselnation Zypern, ein Mitglied der Europäischen Union, ist bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag unter Beschuss von iranischen Raketen geraten. Sowohl Frankreich als auch Griechenland haben jetzt Langstreckenraketen auf der Insel stationiert, um das Land vor dem Iran verteidigen zu können. In der Zwischenzeit haben internationale Fluggesellschaften, darunter auch die Lufthansa, den Flugverkehr nach Zypern vorläufig eingestellt. Iranische Langstreckenraketen haben eine Flugweite, die sogar bis auf das griechische Festland und auf die Insel Kreta reicht. Griechenland ist deshalb auch bereits im Verteidigungsmodus, um im schlimmsten Fall die feindlichen Raketen abwehren zu können. 

Türkei bereitet sich vor 

In der Türkei sind bereits die ersten iranischen Flüchtlinge angekommen und das Land hat jetzt die Grenzen zum Iran dichtgemacht. Das NATO-Mitglied unterhält eine freundliche Rivalität zum Nachbarn Iran, in dem man zwar jahrelang gegeneinander wettgerüstet hat, aber dennoch gute wirtschaftliche Beziehungen aufrechterhielt. Auch dort unternimmt man gewisse Maßnahmen, um zu verhindern, dass die Türkei unfreiwillig in einen ausgeweiteten Konflikt hineingezogen wird. Gleichzeitig bereitet sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan darauf vor, das durch den Tod der iranischen Führungselite entstandene Machtvakuum in der Region zu füllen.

Auswärtiges Amt warnt 

Das Auswärtige Amt hat gerade die Liste der Reisewarnungen aktualisiert und vor Reisen in 13 Länder gewarnt, darunter Bahrain, Irak, Iran, Israel und palästinensische Gebiete, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien, Syrien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Für die beliebten Urlaubsländer Ägypten, Griechenland, Türkei und Zypern liegen zurzeit keine konkreten Reisewarnungen vor. Gleichzeitig macht das Amt darauf aufmerksam, dass sich die Situation aufgrund des augenblicklichen Krieges täglich ändern kann. Wer in den Osterferien verreist, sollte sich auf der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts, auch ELEFAND (Elektronische Erfassung von Deutschen im Ausland) genannt, registrieren und die gleichnamige App herunterladen. Die Empfehlung betrifft auch Kreuzfahrttouristen.

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  • Wer in bestimmte Regionen fährt, um dort Urlaub zu machen, darf nicht erwarten, daß man auf Kosten des Steuerzahlers "gerettet" wird!

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Alexander Grünstedt