

Der zunehmend schlechter organisierte Krieg gegen den Iran geht bald in die dritte Woche, und selbst wenn der amerikanische Präsident mit ständig neuen Siegesnachrichten annonciert, kann auch er die festgefahrene Situation im Nahen Osten nicht länger verheimlichen. Hinzu kommen eindringliche Warnungen von seinem eigenen Militär. Weder den amerikanischen noch den israelischen Streitkräften und Sicherheitsdiensten ist es nämlich bisher gelungen, alle iranischen Raketenstützpunkte ausfindig zu machen. Damit kann die iranische Revolutionsgarde ungehindert weitere Ziele in Israel und den Nachbarländern angreifen.
Gleichzeitig kommen vermehrt Berichte, dass der intensive Beschuss von iranischen Zielen die amerikanischen Waffenlager entleert hat. Die Kritik am Krieg und dem amerikanischen Präsidenten wird täglich lauter und kommt jetzt zum ersten Mal aus den eigenen Reihen des sogenannten „MAGA-Camps“. Um das Gesicht zu wahren, droht Trump jetzt mit einer Bodenoffensive, die die iranischen Atomlager besetzen und das darin gelagerte Uran entfernen soll.
Unbeliebtester Krieg jemals
Nach Angaben des US-Präsidenten sollen sich mindestens 450 Kilogramm Uran in unterirdischen Bunkern im Iran befinden, die der Mullah-Staat zu Atomwaffen umwandeln will. Mit den bereits vorhandenen Materialien könnte der Iran ungefähr elf Atombomben bauen, und gemäß Trump soll eine amerikanische Spezialeinheit dies verhindern. In den USA erhält er wenig Zustimmung für die Pläne, das Leben von weiteren amerikanischen Soldaten aufs Spiel zu setzen. Nachdem gestern ein Tankflugzeug im Irak aus bisher unbekannten Ursachen abgestürzt ist, erhöht sich die Zahl der amerikanischen Toten im Krieg auf elf. In der amerikanischen Allgemeinheit kommen die Zahlen nicht gut an und die Medien sprechen bereits vom unbeliebtesten Konflikt in der Geschichte des Landes, der sogar die Unpopularität der Kriege in Vietnam und Afghanistan übersteigt.
Lehnt ukrainische Hilfe ab
Hinzu kommt die peinlich arrogante Absage des amerikanischen Präsidenten, nachdem ihm Drohnen aus der Ukraine angeboten wurden, um die iranischen Angriffe besser in Schach zu halten. Nicht nur kämen die Drohnen angesichts der leeren Waffenlager der USA gelegen, sie würden auch zu weit geringeren Kosten hergestellt als in den Vereinigten Staaten und in Europa. Amerikanische Nachrichtenbüros weisen darauf hin, dass iranische Drohnen für den größten Teil der Toten und rund 140 verletzte amerikanische Soldaten verantwortlich waren. Jetzt sieht es so aus, als ob die amerikanische Regierung sich zu einer Kehrtwende entschlossen hat und doch die gleichen Drohnen bestellen wird, die sie erst vor kurzem mit einem Naserümpfen abgelehnt hatte.