Kosten, Anmeldung & Co.: Viele neue Regeln für Wanderungen

Bitter für alle deutschen Bürger, die gerne wandern: Ab sofort muss man dafür bezahlen! Die Preise starten ab drei Euro für viele beliebte Routen auf der Urlaubsinsel Madeira. Und auch andere strenge Regeln dürften so manchen Touristen die Luft verderben.

Die bei Deutschen äußerst beliebte Urlaubsinsel Madeira ist für schöne Strände und traumhafte Wanderwege bekannt. Seit 2025 sind Wanderungen aber kostenpflichtig – waren es zunächst nur sieben Routen, kommen dieses Jahr noch viele andere dazu. Touristen müssen demnach drei Euro bezahlen, um sie begehen zu dürfen.

Touristen müssen planen
Seit dem 1. Januar sind es nun sogar alle 35 offiziellen Wanderwege, für die man Eintritt zahlen muss. Der neue Preis: 4,50 Euro, sofern man älter als zwölf Jahre ist und nicht auf Madeira wohnt. Auch Vorausplanung ist Pflicht, denn vor der Benutzung der Wanderwege muss man sich zusätzlich anmelden. Nur wer vorher reserviert hat, darf die Wege auch tatsächlich betreten – an sich dürfte dieses Prinzip vielen deutschen Bürgern gefallen.

Strafen für Verweigerer
Wanderer müssen sich für ein Zeitfenster entscheiden und bei der Reservierung angeben, um welche Uhrzeit sie losgehen wollen. Damit sollen Besucherlimits eingehalten werden, um den Besucheransturm über den Tag zu verteilen. Wer nicht reserviert oder bezahlt, muss mit einer Strafe rechnen. Diese kann bis zu 50 Euro betragen, die Kontrollen dazu wurden bereits angekündigt.

Auch andere beliebte Urlaubsdestinationen werden teurer. Auf Mallorca soll ein einfacher Liegestuhl am Strand im kommenden Sommer rund zehn Euro kosten. Für sogenannte Premiumliegen sollen Urlauber künftig 45 Euro bezahlen. Überdachte Doppelliegen, die vor allem bei Paaren beliebt sind, kommen bald auf 70 Euro statt 45 Euro.

Gebühren auch anderswo
Griechenland hebt seit dem 1. Juli des vergangenen Jahres eine Gebühr für Inselbesucher ein, um den Massentourismus zu regulieren. Thailand diskutiert eine pauschale Einreisegebühr für alle. Und ab dem kommenden Jahr wird Neuseeland Geld für den Besuch berühmter Orte verlangen, etwa die Bucht Cathedral Cove, den Wanderweg Tongariro Crossing im gleichnamigen Nationalpark, den Milford Sound und den höchsten Berg des Landes, Mount Cook, auch Aoraki genannt.

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Martin Beier