Massenevakuierung: Alpendörfer werden leergeräumt

Die dramatische Situation aufgrund der enormen Menge Schnee, die innerhalb der letzten Tage dort gefallen ist, und die damit verbundene Lawinengefahr nehmen zu. Jetzt haben Behörden in der Schweiz und in Italien die Konsequenzen daraus gezogen und mehrere Alpendörfer evakuiert. Auch in Österreich werden die beliebten Skiorte im Tirol und in Vorarlberg unter Alarmstufe Rot gesetzt. Dort könnte sogar bis zu 80 Zentimeter Neuschnee fallen und auch hier die Lawinengefahr erhöhen. Auf der deutschen Seite im Allgäu ist die Lawinengefahr im Augenblick zwar sehr hoch, bisher wurde jedoch keine Evakuierung angeordnet.

Toter nach Lawine im Allgäu 

Die von der Evakuierung betroffenen Alpendörfer liegen in der Piemont-Region der Dolomiten und im Wallis in der Schweiz. Gleichzeitig wurde auch ein Zugangsverbot für die Gemeinde und eine Sperrung aller Straßen für Fußgänger und Autofahrer erlassen. In Wallis kam es bereits gestern zu einer Zugentgleisung, nachdem Schneemassen nach einer Lawine die Gleise blockiert hatten. Fünf Menschen wurden dabei verletzt. Im Vorarlberg kam es gestern zu einem Toten, nachdem ein 46-jähriger Skitourengeher, der allein unterwegs war, von einer Lawine mitgerissen wurde. Er hatte die Lawine aus Versehen selbst ausgelöst und konnte noch einen Notruf absetzen, aber aufgrund des unwegsamen Terrains und der schlimmen Wetterverhältnisse kam die Hilfe erst spät zur Unfallstelle. Der Mann verstarb kurze Zeit nach seiner Ankunft im Krankenhaus. 

Viele Tote durch Lawinen 

Auch in den italienischen Alpen, wo gerade die Olympischen Winterspiele stattfinden, kam es in den vergangenen Tagen zu tödlichen Lawinenunglücken. Am Lago Nero im Valle Maira an der Grenze zu Frankreich wurde ein Schneemobilfahrer von einer Lawine mitgerissen und in den eiskalten See gezogen. Die drei Kameraden des Fahrers konnten sich aus den Schneemassen retten. Taucher, darunter Mitglieder des Höhlenrettungsdienstes, suchen immer noch nach dem Verunglückten, für den wohl jede Rettung zu spät kommen wird. Am Wochenende verstarben drei französische Skifahrer, nachdem sie im italienischen Aostatal von einer Lawine begraben wurden. 

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Alexander Grünstedt