Messerattacke bei Public Viewing

Eigentlich wollten die meisten Deutschen am vergangenen Dienstag nur das Viertelfinalspiel zwischen der deutschen und der britischen Fußball-Nationalmannschaft sehen. Friedlich und ohne Gewalt. Doch ein Public Viewing Event in Magdeburg artete so heftig aus, wie es wohl niemand vorher vermutet hätte.

Weil er sich nicht angemessen verhielt, verwiesen zwei 43-jährige Sicherheitsbeamte einen 41-jährigen Mann vom Gelände der Veranstaltung. Inwiefern er sich unangemessen verhielt, dazu konnte bisher niemand eine Stellung nehmen. Doch der vom Platz verwiesene Mann wollte den Verweis nicht einfach so kampflos hinnehmen und zog kurzerhand ein Messer, mit dem er die beiden Sicherheitskräfte zuerst nur bedrohte, dann aber wahllos und brutal auf sie einstach. Kurz nachdem er die beiden mehrfach mit der Klinge getroffen hatte, flüchtete der Angreifer in zunächst unbekannte Richtung. Die beiden schwer verletzten Männer blieben zurück. Passanten, die den Vorfall mitbekamen, kümmerten sich im ersten Moment um die Männer und alarmierten die Rettungskräfte.


Doch weit kam der Täter am Ende nicht. Die alarmierte Polizei konnte den Tatverdächtigen noch in der direkten Umgebung des Tatorts stellen und vorerst festnehmen. Er wurde zu weiteren Vernehmungen mit auf die diensthabende Polizeistelle genommen. Er ließ sich widerstandslos festnehmen.

Am Mittwoch soll er einem Haftrichter vorgeführt werden, der über den weiteren Verbleib des Täters zu entscheiden hat. Im Verlauf des kommenden Verfahrens soll auch darüber entschieden werden, wie diese Tat zu bewerten ist und ob es sich dabei um einen heimtückischen Mordversuch handelte, der angesichts der brutalen Verletzungen sicher hart bestraft werden könnte.

Die beiden schwer verletzten Sicherheitsbeamten befinden sich noch in einer Klinik. Keiner von ihnen schwebt jedoch in Lebensgefahr. Dies ist vermutlich auch dem schnellen Einsatz der anderen Zuschauer vor Ort zu verdanken.

Das könnte Sie auch interessieren:

5 Kommentare

  1. Der Täter war gewiss in einer psychischen Ausnahmesituation und wird darum wahrscheinlich nicht schuldfähig sein. Wie in vielen solcher Fälle. Ich frage mich nur, warum jemand beim Fußballschauen ein Messer mit sich führt. Gewiss nicht, um Vesperbrot und Schinken zu schneiden.

  2. Sorry,Sehe ich das falsch,sicherheitsbeamte müssen die keine ausbildung haben?Nach dem bericht haben diese 2 keine?Wenn sie die hätten, hätten sie den angreifer zu zweit überwältigen können.Im dümsten fall wäre einer verletzt worden nicht 2.Da lief was zimmlich schief.

  3. Hier müssen angemessenere Strafen her, notfalls auch die Todesstrafe.
    Gestern Abend in der ZDF-Sendung XY konnte man wieder sehen, was in der BRD los ist.
    Manche Ungeziefer muß man tatsächlich lebenslang einsperren oder es entsorgen!!!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.