Mitarbeiter der Stadt Köln von Messer-Mann getötet

Eine schwere Bluttat hat sich am heutigen Morgen in Köln ereignet. Gegen 10.45 Uhr betraten zwei Mitarbeiter der städtischen Kämmerei im Stadtteil Dünnwald ein Mehrfamilienhaus. Wie die Stadt in einer offiziellen Stellungnahme mitteilte, waren die beiden Männer in der Vollstreckungsabteilung tätig und für die Eintreibung von Geldforderungen zuständig.

An der Wohnungstür des Mannes klingelten die beiden Mitarbeiter dann. Unvermittelt griff der Bewohner die beiden dann an, nachdem er die Tür geöffnet hatte. Bei diesem Angriff wurde der Stadtmitarbeiter so schwer verletzt, dass er trotz umgehend eingeleiteter Reanimierungsmaßnahmen noch im Krankenwagen vor dem Tathaus verstarb. Seine Kollegin wurde mit Verletzungen ins Krankenhaus befördert. Unklar ist allerdings noch, ob sie ebenfalls durch die Klinge des Täters verletzt wurde oder einen Schock erlitten hat.

Wollte das Opfer Geld für die GEZ eintreiben?

Der Angreifer wurde sofort von der Polizei verhaftet. Nun hat eine Mordkommission die Ermittlungen aufgenommen. Der Mann hatte nach übereinstimmenden Angaben von Nachbarn bereits im März einen Mitarbeiter der Stadt Köln angegriffen. Die Polizei bestätigte dann auch, dass es damals an ziemlich genau gleicher Stelle eine Bedrohungslage gegen Mitarbeiter der Stadt durch einen Mann mit einem Schraubenzieher gab. Nun stellt sich allerdings die Frage, warum Bedienstete der Stadt ohne eine besondere Sicherung bei dem Mann erschienen sind.

Kurz vor der Bluttat waren die beiden Kämmerei-Mitarbeiter noch bei einer anderen Nachbarin gewesen, da diese ihre Rundfunkgebühren nicht gezahlt hatte. „Er sagte dann, er müsse jetzt noch einen weiteren GEZ-Fall erledigen“, berichtete die Frau. Kurz darauf kam es zu dem tödlichen Angriff in der Nachbarschaft.

Kölner Oberbürgermeisterin ist entsetzt über tödlichen Angriff

Entsetzt über die schreckliche Bluttat zeigte sich auch die Oberbürgermeisterin der Stadt, Henriette Reker. Sie sagte laut Mitteilung: „Dass einer unserer Kollegen im Einsatz für unsere Stadt durch einen Angriff sein Leben verloren hat, macht mich zutiefst betroffen und erfüllt mich mit großer Trauer.“

Und weiter: „Die Verrohung unserer Gesellschaft scheint keine Grenzen mehr zu kennen. Es macht sich Entsetzen breit angesichts einer solchen Tat. Als Stadt werden wir alles dafür tun, dass sich unsere Mitarbeitenden noch sicherer fühlen können. Daher werden wir uns gründlich anschauen, was wir noch mehr tun können, auch wenn wir wissen, dass es eine absolute Sicherheit nie geben wird.“

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