Nächster Teuer-Schock! Millionen Autofahrer müssen sich 2023 auf neue Kosten einstellen

Rund 15 Millionen Autofahrer werden nächstes Jahr anders eingestuft als bisher. Etwa ein Drittel davon darf sich freuen, die anderen 10 Millionen zahlen bis zu 260 Euro mehr!

Die Regionalklassen werden zum Jahreswechsel neu eingestuft. Das teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) Ende der Woche mit. Für 15 Millionen Autofahrer ändert sich deshalb die Beitragshöhe der Haftpflichtversicherung.

In 101 Zulassungsbezirken wird 2023 eine höhere Regionalklasse wirksam. Das betrifft nach dpa-Informationen rund 10 Millionen Autofahrer. In 67 Bezirken wird die Regionalklasse niedriger. Etwa 5 Millionen Autofahrer zahlen deshalb im kommenden Jahr niedrigere Beiträge zur Haftpflichtversicherung. Für die 26,8 Millionen Fahrzeughalter in den übrigen 244 Bezirken ändert sich nichts.

Am günstigsten ist für Fahrzeughalter die Regionalklasse 1. Bisher galt diese in 55 Bezirken. Zukünftig sind es nur noch 24. Am wenigsten zahlen daher Kfz-Halter im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Am teuersten kommen Offenbacher und Berliner weg. Sie befinden sich in der höchsten Klasse. Nächstes Jahr liegen darin 12 Bezirke, zuvor waren es 19.

Die Einstufung der Regionalklassen hängt von den Schadensbilanzen ab. Wo die meisten und teuersten Schäden entstehen, werden die Regionalklassen höher eingestuft. Dort wo die Versicherer wenig Schäden erstatten müssen, bleiben die Regionalklassen niedrig.

Im Vergleich mit dem Rest von Deutschland schneiden hier Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern besonders gut ab. Die Haftpflichtversicherer melden hier niedrige Bilanzen, daher werden auch die Regionalklassen niedriger eingestuft. Bayern hingegen hat eine vergleichsweise schlechte Schadensbilanz. Schlusslicht bilden fast überall die Großstädte mit deutlich höheren Schadenswerten als in dünner besiedelten Regionen. Bezirke mit durchschnittlichen Schadenswerten werden mit der Regionalklasse 6 bewertet.

Auch im Bereich der Kasko-Policen werden Verschiebungen in den Regionalklassen fällig. Allerdings kommt es hier zu deutlich weniger Veränderungen als im Haftschutz. Bei den Vollkaskoversicherten werden 2,8 Millionen schlechter eingestuft und 0,9 Millionen bekommen eine bessere Einstufung. Unter den Teilkaskoversicherten müssen 3,1 Millionen mit höheren Kosten rechnen und 2,9 Millionen dürfen sich im kommenden Jahr über eine Erleichterung freuen.

Die Einstufung Regionalklasse im eigenen Bezirk kann jeder auf der offiziellen Webseite des GDV abfragen. Hier finden Sie Informationen zu Ihrem Bezirk. Das Portal informiert sowohl über die Regionalklassen der Haftpflichtversicherungen als auch für die Voll- und Teilkasko.

Ein Kommentar

  1. Warum diese Neueinstufung ? Wer einen Unfall verschuldet verursacht, der wird doch schon höher eingestuft und muss fortan höhere Beiträge an die Versicherung bezahlen und das auf Jahre.
    Autofahrer in Großstädten die nie einen Unfall verursacht haben, müssen sich demnach für andere finanziell an den Unfallverursachern beteiligen. Man wird also als Unschuldiger finanziell bestraft, obwohl man keinen Unfall verursacht hat.
    Freilich passieren in Ländern mit geringerem Fahrzeugaufkommen auch weniger Unfälle, als z.B. in Großstädten oder sehr dicht besiedelten Gegenden.
    Ich wohne im Bundesland Bayern , fahre täglich aus beruflichen Gründen weitere Strecken und hatte noch nie einen selbstverschuldeten Unfall. Warum also soll ich dafür mehr bezahlen, wenn in München, Nürnberg, Würzburg oder anderen Städten eine höhere Schadensbilanz zu verzeichnen ist ? Für mich ist das Abzockerei, wenn ich für das Fehlverhalten anderer finanziell in die Pflicht genommen werde. Man wird ja schon als Unfallverursacher mit der Höhereinstufung bestraft.

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