Neuer Höchststand an Neuinfektionen seit Mitte Juni

Deutschland wird noch lange mit dem Coronavirus zu tun haben. Steigende Ansteckungszahlen machen dies sehr deutlich. Das Robert-Koch-Institut gibt bekannt, dass es sich um den größten Tageszuwachs sei dem Ausbruch bei Tönnies handelt.

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert-Koch-Instituts 815 neue Infektionen gemeldet. Dies ist seitdem 19. Juni, als bei einem Ausbruch bei Tönnies 894 Neuinfektionen gezählt wurden, der höchste Tageszuwachs. Somit sind mindestens 204.183 Menschen seit dem Beginn der Pandemie mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, so dass RKI.

9.111 infizierte Menschen sind demnach an den Folgen der Erkrankung gestorben. Dies entspricht zehn mehr als am Tag zuvor. Amtliche Schätzungen gehen davon aus, dass rund 189.400 Menschen die Infektion überstanden haben. Rein rechnerisch liegt die Zahl der aktiven Infektionen derzeit bei knapp 5.800 Infizierten.

Die jeweils aktuellen Zahlen werden auf der Ebene der Länder zu verschiedenen Zeiten am Tag veröffentlicht. Durch diese unterschiedlichen Erfassungszeiträume bestehen immer geringfügige Abweichungen zum Datenbestand beim RKI. Die Daten des jüngsten Anstieges bei den Neuinfektionen werden voraussichtlich schon am Abend sichtbar werden. Gestern Abend lagen die Neuinfektionen in der Addition der Länderangaben schon bei 672 Infektionen. Auch dies entsprach schon dem höchsten Tageszuwachs in der gesamten Bundesrepublik seitdem die Tönnies-Fälle gemeldet wurden.

Allerdings muss in der aktuellen Situation betrachtet werden, dass sich das derzeitige Fallaufkommen auf eine ganze Reihe von kleineren Vorfällen verteilt. Doch ist Nordrhein-Westfalen noch immer die Region, die am schwersten betroffen ist. Zuletzt wurden hier 341 weitere Infektionsfälle nachgewiesen. 166 Neufälle waren es in Baden-Württemberg. Das Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein haben lediglich einen einstelligen Zuwachs der Fallzahlen registriert.
Momentan gestaltet sich der niedersächsische Landkreis Vechta als der am schlimmsten betroffene, hier gab es 41 Fälle pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Somit kommt diese Region der kritischen Obergrenze von 50 wieder sehr nahe.

R-Werte bewegen sich um 1,0

Nach Angaben des RKI liegt die Reproduktionszahl, kurz der R-Wert, aktuell bei 0,93 nach 0,89 am Vortag. Somit steckt ein Infizierter im Mittel weniger als einen anderen Menschen mit dem Virus an. Abgebildet wird durch den R-Wert das jeweilige Infektionsgeschehen der vorangegangenen eineinhalb Wochen.


Weiterhin wird durch das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R angegeben. Diese bezieht sich dann auf einen erheblich längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger Tagesschwankungen. Dieser Wert lag nach Information vom RKI mit Stand 23.7. bei 1,05. Hierin ist das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen abgebildet.

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