Online Banking: Bank schafft chipTAN-Verfahren ab

Um Bankgeschäfte im Internet sicher zu gestalten, werden verschiedene TAN-Verfahren eingesetzt wie die pushTAN, smsTAN oder chipTAN. 13 Millionen Bankkunden müssen sich nun wieder auf ein neues System einstellen, weil ihre Bank das chipTAN-Verfahren abschaffen will. In Zukunft müssen deren Kunden sich beim Online Banking via BestSign-Sicherheitsverfahren identifizieren. Dafür gibt es wiederum verschiedene, technische Möglichkeiten.

Das chipTAN-Verfahren im Zuge der Zwei-Faktor-Authentisierung wird bei der Postbank bald abgeschafft. Das System soll durch das BestSign-Sicherheitsverfahren ersetzt werden. Hier erfahren Sie, was sich dahinter verbirgt und wie Sie sich darauf vorbereiten können.

Bisher konnten Kunden der Postbank ihre Identität via chipTAN-Verfahren verifizieren. Dazu brauchten sie einen TAN-Generator in Form eines Kartenlesegeräts. Für eine Transaktion im Online Banking wurde die Debitkarte in den TAN-Generator geschoben und das Gerät erzeugte eine individuelle TAN, die man dann online eingeben musste. Dieser Prozess gehört bald der Vergangenheit an.

Der neue Prozess nennt sich BestSign-Sicherheitsverfahren. Wie beim pushTAN, smsTAN oder chipTAN-Verfahren kommt es dann zur Anwendung, wenn Sie eine Transaktion veranlassen, also zum Beispiel eine Überweisung tätigen wollen.

So funktioniert das BestSign-Sicherheitsverfahren

Beim BestSign-Sicherheitsverfahren müssen Sie in einem zweiten Sicherheitscheck via Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Passwort bestätigen, dass Sie wirklich die berechtigte Person sind, um auf Ihr Konto zuzugreifen. Das funktioniert am einfachsten über ein modernes Smartphone mit der kostenlosen App der Postbank.

BestSign ohne Smartphone

Wer kein Smartphone besitzt oder es nicht für Bank-Angelegenheiten verwenden möchte, kann sich alternativ ein eigenes Gerät für das BestSign-Sicherheitsverfahren kaufen. Dieses Gerät heißt Seal One und ist ab 30 Euro käuflich zu erwerben. Sie können es entweder im Internet bestellen oder in Ihrer Postbank-Filiale kaufen. Seal One-Geräte können Sie nutzen, um sich per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung identifizieren lassen. Das Seal One wird via Bluetooth oder USB-Kabel mit Ihrem PC verbunden.

Wann wird das chipTAN-Verfahren ungültig?

Ein Datum wollte die Postbank für die Abschaltung des TAN-Verfahrens nicht nennen. Der Prozess werde perspektivisch geplant, heißt es. Die Kundschaft wird vermutlich in den kommenden Wochen über Details informiert werden. Wer eine neue Chipkarte bekommt, muss jetzt schon damit rechnen, dass sein alter TAN-Generator die Karte nicht mehr lesen kann. In diesem Fall sollten Sie zeitnah das neue Verfahren einrichten.

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6 Kommentare

  1. Die Postbank sollte den Flicker-Code abschaffen; das ist okay. Aber das Chip-TAN Verfahren sollte sehr wohl bleiben! Sparkassen und Volksbanken arbeiten mit einer Art QR-code, den man mit einem TAN-Generator abliest. BestSign funktioniert nicht mit Linux. Das wäre möglicherweise ein Grund, der Postbank nach mehr als 40 Jahren „Adios“ zu sagen.

  2. Ich weiß nicht , was da am herkömmlichen TAN-Generator so schlecht sein soll. Der liegt zuhause gut verwahrt und nicht in irgendeiner Einkaufstasche usw.
    Nun alles mit Handy!
    Wenn die Bankkunden wüssten, wie hoch die Betrügereien mittels dem Handy bei Bankgeschäften sind, würden sie ihr Handy wegwerfen….
    Aber die Banken sparen auf Teufel komm raus, weil das ursprüngliche Bankgeschäft tot ist und sie auf online- Banking zählen. Bankfilialen werden bis auf Minimum reduziert und dadurch Kosten eingespart.
    Da nun Zahlen preiszugeben bezüglich der „Probleme“ des online-Banking , ist für die Banken kontraproduktiv.

  3. Natürlich nicht. Wenn ich mich z. B. in Germoney aufhalte, habe ich einen Generator im Haus meiner Lebensgefährtin liegen. Außerdem benutze ich sehr, sehr selten online-Banking. Wie schon öfters bemerkt: nur Bares ist ….
    Natürlich benutze ich auch eine „Edelmetall Karte“, doch diese ist natürlich nur auf ein Konto fixiert. Bin halt ein unbelehrbarer Bankkunde old school, der gerne von echten Mitarbeitern bedient wird, auch wenn die Filialdichte in der EU leider immer schwindsüchtiger wird….
    Lässiges und nonchalantes Bezahlen, kontaktlos, quasi im Vorbeigehen ist halt nicht mein Ding. Bin auch glücklicherweise in keinen zeitlichen Stress. Ok?, Inteso? Comprendido? J’ai compris?

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