Ostseebad warnt Tagesreisende

Hochsommerlich Hitze ist für das kommende Wochenende angekündigt. Deshalb befürchtet nun das Ostseebad Timmendorfer Strand einen regelrechten Ansturm von Tagesgästen. Von Freitag an soll nun auch fort der „Strandticker“ gelten, wie der Tourismuschef mitteilte.

Informationen über möglicherweise überfüllte Strandabschnitte wird ab dem kommenden Freitag die Internetseite „Strandticker“ auch für Timmendorfer Strand abliefern. Der Tourismusdirektor des Ostseebades, Joachim Nitz, begrüßte daher, dass nun dieses einheitliche System beinahe überall an der Lübecker Bucht vorzufinden sei. Bislang waren nur die Orte Scharbeutz, Haffkrug, Sierksdorf und Neustadt mit den Ortsteilen Pelzerhaken und Rettin in das System „Strandticker“ mit eingebunden gewesen. Die Gemeinde Timmendorfer Strand werde dann auch am bevorstehenden Wochenende an den Zufahrten Bauzäune aufstellen. Auf diesen können dann Hinweisbanner ganz nach Bedarf ausgerollt werden, so Nitz.

Über diese wie auch über die Internetseite der Gemeinde sollen dann anreisende Tagesgäste aufgefordert werden, bei Erreichen der Kapazitätsgrenzen sowohl der Parkplätze als auch der Strände, den Ort nicht mehr anzufahren. Es werde derzeit noch geprüft, wo genau diese Banner stehen sollen, sagte Nitz weiter. Regionale Medien hatten als erstes über dieses Vorgehen berichtet.

Tourismusdirektor von Ostsee-Badeort hat ungewöhnlichem Appell an Gäste: Bitte fahrt an andere Strände

„Wir können und wollen keine Verbote aussprechen“, sagte Nitz. „Aber wir appellieren an die Gäste, nicht anzureisen, wenn abzusehen ist, dass die Strände wie am vorigen Samstag rappelvoll sind.“ Als Alternative verwies er dabei auf weniger frequentierte Strände. Dazu zähle er auch die rund 70 Kilometer Naturstrand auf der Insel Fehmarn, die sich ebenso als Ziel eines Tagesausflugs anböten.

Zusätzliche Ordnungskräfte sollen nach Angaben von Nitz in Timmendorfer Strand dafür sorgen, dass Mindestabstände an Strand und Promenade eingehalten werden. Daher werde die Zahl von bislang zwei auf dann zehn Mitarbeiter erhöht.


„In der Corona-Pandemie ist alles anders“

Zuvor hatte das hochsommerliche Wetter am vergangenen Wochenende für einen riesigen Ansturm von Tagestouristen gesorgt. Und dies, wo über den Verkehrsfunk über die vollen Strände und Parkplätze berichtet worden war. „An normalen Wochenenden hätten wir uns über die vielen Gäste gefreut, aber in der Corona-Pandemie ist eben alles anders“, sagte Nitz.

Unterdessen hat der Deutsche Wetterdienst für das kommende Wochenende Temperaturen von bis zu 34 Grad in Schleswig-Holstein vorhergesagt. Mit 26 bis 29 Grad wird es im Seewindbereich der Ostsee nicht ganz so heiß.

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