

Immer mehr Haushalte werden Opfer von Einbrechern. Die Polizei warnt aktuell dringend vor einer hinterhältigen neuen Masche, die die Kriminellen nur allzu erfolgreich anwenden.
Die Polizei schlägt Alarm: Kriminelle werden immer dreister und Haushalte werden am helllichten Tag ausgeraubt. Den Bürgern wird zu äußerster Vorsicht geraten.
Hilfsbereitschaft wird ausgenutzt
Es klingelt an der Tür. Draußen steht eine Frau. In freundlicher, aber dringlicher Weise teilt sie Ihnen mit, dass die Mülltonnen draußen umgeworfen wurden. Es herrscht Chaos. Alle Anwohner werden gebeten, beim Aufräumen zu helfen.
Es sind nur wenige Schritte bis zu den Mülltonnen – wer würde sich schon die Mühe machen, alle Fenster zu schließen und die Haustür abzuschließen? Die Komplizen der Frau halten sich in der Nähe auf. Sobald der Bewohner aus dem Weg ist, verschaffen sie sich Zugang zur Wohnung und suchen nach Wertsachen. Wie die Polizei warnt, werden auf diese Weise vor allem ältere Menschen von den Kriminellen ins Visier genommen.
Mülltonnen werden auch von Einbrechern benutzt
Leider sind Mülltonnen für Einbrecher auch in anderer Hinsicht sehr nützlich:
Um zu prüfen, ob jemand zu Hause ist: Wie CHIP warnt, können Mülltonnen absichtlich an andere oder ungewöhnliche Orte verschoben werden. Reagiert niemand darauf, bestätigt dies den Einbrechern, dass niemand zu Hause ist. Eine nicht benutzte Mülltonne ist ebenfalls ein Zeichen für Abwesenheit.
Zudem nutzen Einbrecher Mülltonnen häufig, um an ein Fenster oder einen Balkon zu gelangen.
Es wird empfohlen, genau darauf zu achten, ob Ihre Mülltonne an einen ungewöhnlichen Ort verschoben wurde, und sie niemals dort stehen zu lassen. Wenn Sie in den Urlaub fahren, sollten Sie Ihre Nachbarn bitten, ein Auge auf Ihre Mülltonnen zu haben und sie zusammen mit ihren eigenen zu nutzen.
Polizei warnt vor dem „Labello-Trick“
„Gaunerzinken“ stammen noch aus den Tagen von Sherlock Holmes, werden heutzutage jedoch kaum noch verwendet. Stattdessen gehen Kriminelle viel hinterhältiger vor: In den letzten Jahren hat die Polizei immer wieder vor absichtlich platzierten Zweigen oder Müll gewarnt, der unter Türen oder Fenstern geklemmt wird. Auch Klebstofffäden wurden in der Vergangenheit über Türspalten und Schlüssellöcher gespannt. Nun wird über eine neue Methode berichtet.
Wie die Berliner Polizei warnt, haben Einbrecher in letzter Zeit angefangen, kleine Kugeln aus Lippenpflegestift in Schlüssellöcher und entlang der Türrahmen zu klemmen. Schnell und einfach anzubringen und für jemanden, der nicht weiß, worauf er achten muss, kaum zu erkennen, verrät das Vorhandensein dieser durchsichtigen kleinen Kugeln dem Einbrecher, ob jemand die Haustür benutzt hat.
Bewohner sollten jedes Mal, wenn sie die Tür öffnen, auf solche Dinge achten und auch Freunde, Nachbarn oder Personen, die während ihrer Abwesenheit auf das Haus aufpassen, darüber informieren, worauf sie achten müssen. Mit dem Näherrücken der Urlaubssaison werden Einbrecher immer aktiver. Wie immer gilt: Wenn Sie in Ihrer Nachbarschaft etwas Verdächtiges bemerken, sollten Sie dies der Polizei melden.