

Ein großer Asteroid ist am Wochenende in vergleichsweise geringer Entfernung an der Erde vorbeigeflogen. Der Himmelskörper mit der Bezeichnung 1997 NC1 näherte sich unserem Planeten am Samstag auf rund 2,6 Millionen Kilometer. Das klingt gewaltig, gilt in astronomischen Maßstäben jedoch als enger Vorbeiflug. Doch was bedeutet das für die Menschheit? Immer wieder machen Nachrichten die Runde, dass die Welt einem Einschlag vermutlich nicht standhalten könnte.
Eine Gefahr für die Erde bestand nach Angaben von Raumfahrt-Experten in diesem Falle aber nicht. Der Asteroid passierte den Planeten in sicherer Distanz – etwa dem 6,7-fachen Abstand zwischen Erde und Mond. Dennoch wurde der Vorbeiflug aufmerksam verfolgt, da 1997 NC1 zu den größeren erdnahen Objekten zählt.
Schätzungen zufolge misst der Asteroid mehrere Hundert Meter bis mehr als einen Kilometer im Durchmesser. Damit ist er groß genug, um von Fachleuten genau beobachtet zu werden. Solche Objekte stehen regelmäßig unter Beobachtung von Weltraumagenturen wie NASA und ESA, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen.
— Breaking News – News64 (@News64News) June 28, 2026
Für Hobbyastronomen bot der Vorbeiflug eine seltene Gelegenheit. Mit bloßem Auge war der Asteroid allerdings nicht zu sehen. Wer ihn beobachten wollte, brauchte mindestens ein gutes Fernglas oder ein kleines Teleskop sowie einen dunklen Standort mit freier Sicht auf den Nachthimmel.
Am Himmel erschien 1997 NC1 nicht als spektakulärer Feuerball, sondern eher als schwacher Lichtpunkt, der sich langsam vor dem Sternenhintergrund bewegte. Beobachtbar war er unter anderem im Bereich der Sternbilder Schlangenträger und Schlange.
Der nächste ähnlich nahe Vorbeiflug dieses Asteroiden wird erst in ferner Zukunft erwartet. Für Wissenschaftler ist die Begegnung dennoch wertvoll: Jeder nahe Vorbeiflug liefert zusätzliche Daten über Bahn, Größe, Rotation und Zusammensetzung solcher Himmelskörper.
Auch wenn der Asteroid keine Gefahr darstellte, zeigt das Ereignis, warum die Überwachung erdnaher Objekte wichtig bleibt. Denn nur wer solche Brocken frühzeitig entdeckt und berechnet, kann im Ernstfall rechtzeitig reagieren.