Rückruf: Gesundheitsgefahr in beliebter Milchspeise

Bundesweit werden verschiedene Puddingprodukte zurückgerufen. Die Süßspeisen sind mit Keimen belastet. Im Rahmen einer Qualitätssicherung wurden mikrobiologische Beeinträchtigungen festgestellt. Um welche Keime es sich handelt, ist noch nicht geklärt.

Der Markenhersteller „Landliebe“ ruft verschiedene Pudding-Sorten zurück, weil diese möglicherweise mit Keimen belastet sind. „Eine Gesundheitsbeeinträchtigung durch den Verzehr dieser Produkte kann daher nicht ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund sollten die Produkte nicht verzehrt werden,“ teilte „Landliebe“ mit. Der Rückruf gilt bundesweit. Auch Österreich ist betroffen.

Der Rückruf bezieht sich auf folgende Produkte:

• Landliebe Grießpudding Traditionell im Gebinde (4 x 125g Becher) mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 21.12.2020
• Landliebe Grießpudding Zimt im Gebinde (4 x 125g Becher) mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 21.12.2020
• Landliebe Grießpudding Sahne Pudding Schokolade (4 x 125g Becher) mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 21.12.2020

Andere Produkte des Herstellers oder andere Chargen sollen nicht betroffen sein. Die genannten Pudding-Produkte können gegen Erstattung des Kaufpreises im Laden zurückgegeben werden. Verbraucherfragen beantwortet der Hersteller unter der E-Mail Adresse: kundenservice@frieslandcampina.com.

Was können keimbelastete Lebensmittel anrichten?

„Landliebe“ befürchtet, dass die Waren durch eine Keimbelastung schneller verderben und dann eine Gesundheitsgefahr darstellen können. Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Bildung können Produkte keimbelastet sein, ohne dass man diese Beeinträchtigung schmeckt, riecht oder sieht.

Einige Erreger können nach Verzehr den Verdauungstrakt befallen und leichte Magen-Darmbeschwerden oder schwere Krankheiten verursachen. Andere Bakterien bilden Giftstoffe auf bzw. in den befallenen Lebensmitteln, die Menschen krankmachen können. In einem solchen Fall spricht man von einer Lebensmittelvergiftung. Sie äußert sich in der Regel durch Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall. Diese Symptome treten wenige Stunden nach der Nahrungsaufnahme auf und können je nach Giftstoff und allgemeinem Gesundheitszustand des Vergifteten einen sehr schweren Verlauf nehmen.

Die häufigsten Keime auf Lebensmitteln in Deutschland sind Salmonellen, Coli-Bakterien, Campylobacter oder Listerien. Auch manche Viren verbreiten sich über infizierte Lebensmittel, darunter der Noro- oder Rotavirus. Schließlich können Lebensmittel auch mit Parasiten befallen sein. Dazu zählt der Toxoplasmose-Erreger, der besonders für schwangere Frauen und ihr Baby eine hohe Gefahr darstellt.

Häufige Erreger in Milchprodukten sind Aeromonas-Bakterien. Sie können bei Verzehr zu Magen-Darm-Erkrankungen führen. Theoretisch sind sie auch gefährliche Erreger für Wundinfektionen. Das passiert jedoch im Zusammenhang mit Pudding, wie in diesem Fall, oder anderen Süßspeisen eher selten.