Schreckliche Tragödie im Fahrstuhl

Trotz der Warnung eines Nachbarn stieg sie in einen alten Fahrstuhl. Dabei schob sie ein riesiges Paket vor sich in die Kabine. In diesem Augenblick hat die Tragödie ihren Lauf genommen. An der Bostoner Universität erschüttert ein furchtbarer Unfall das Kollegium und die Studenten.

Carrie O’Connor hat erst vor wenigen Wochen ihre neue Wohnung in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts bezogen. Dabei benutzte sie öfter mal den in die Jahre gekommenen Fahrstuhl. Und das, obwohl die Macken der Technik bekannt waren. Und so war es auch am Montagnachmittag Ortszeit. Doch dieses Mal wurde er O’Connor zum Verhängnis. Die Professorin, die an der Universität Französisch unterrichtete, war gerade dabei, ein großes, schweres Paket mit dem Aufzug zu transportieren. Mehrere Medien, darunter auch die britische „Sun“ berichteten, dass O’Connor gerade dabei war, ihr Paket im ersten Stock in den Fahrstuhl zu bugsieren, als dieser urplötzlich in die Tiefe rauschte.

Nach ersten Erkenntnissen war die Frau zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig im Fahrstuhl gewesen. Die Kabine riss ihr demnach den Arm ab. Der Aufzug stoppte nach Angaben von Augenzeugen knapp unter dem Erdgeschoss. Von der Lobby aus war noch das Dach der Kabine sichtbar.

Leider konnten die umgehend alarmierten Rettungskräfte jedoch nur noch den Tod der Frau feststellen. Wie eine Anwohnerin sagte, sei die Tote unmittelbar vor dem schrecklichen Unfall noch von einem Augenzeugen vor der Benutzung des Fahrstuhls gewarnt worden. Gegenüber der CBS sagte sie: „Ich hörte, wie jemand ein Paket durch den Flur trug. Er half ihr beim Tragen der Kiste, nahm dann die Treppe und sagte noch zu ihr ‚Hey, sei echt vorsichtig. Du musst die Tür aufziehen, dann eintreten und erst dann den Knopf drücken.‘“ Wenig später hätte sie einen „scheußlichen Schrei“ gehört. „Wir rannten auf den Flur, da war ein Mann, der völlig unter Schock stand und hyperventilierte. Er schrie: ‚Sie ist tot, sie ist tot!‘“

Die Frau vermutet denn auch, dass die Professorin zu früh an den Knopf gekommen sei. „Was immer sie da versucht hat, herein zu bekommen, muss den Knopf berührt haben, so dass sich der Fahrstuhl in Bewegung setzte.“

Derzeit untersucht die Polizei die Unglücksursache, der Karton ist sichergestellt worden. Derzeit geht man der Frage nach, ob möglicherweise eine Überladung des Fahrstuhls erfolgt sei. Erst im vergangenen Jahr habe die Anlage aus den 1920er Jahren die routinemäßige Wartung erfolgreich bestanden.

Ein Sprecher der Boston University teilte bestürzt mit: „Das ist eine schreckliche Tragödie und ein großer Verlust. Wir haben ein strahlendes junges Leben verloren, es ist eine furchtbare Situation. Es ist herzzerreißend.“

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