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Skandal um Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft

Es ist DER Aufschrei in der Wissenschaft! Der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Dr. Reimund Neugebauer, führte ein Leben im Luxus – und das von deutschen Steuergeldern.

Der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Dr. Reimund Neugebauer, führte ein Leben im Luxus. Bei Dienstreisen residierte er ausschließlich in exklusiven Hotels, speiste in renommierten Gourmetrestaurants und verschwendete Steuergelder. Es war an der Zeit, diesem Skandal ein Ende zu setzen.

Genau das tat Hildegard Müller, Vorsitzende des Aufsichtsgremiums der Fraunhofer-Gesellschaft und enge Vertraute der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie griff energisch durch und beendete am Donnerstag zehnjährige Karriere Neugebauers an der Spitze der Fraunhofer-Gesellschaft.

Auslöser für diese Entscheidung war ein Bericht des Bundesrechnungshofs im Februar. Die Kontrollinstanz für die Verwendung von Steuergeldern stellte gravierende Verstöße fest. Obwohl das Fraunhofer-Institut durch Auftragsforschung Einnahmen generiert, erhält es auch staatliche Fördermittel vom Forschungsministerium. Im aktuellen Bundeshaushalt sind 850 Millionen Euro für diese renommierte Forschungseinrichtung vorgesehen (76 Forschungsinstitute, 30.000 Mitarbeiter, Jahresbudget von knapp drei Milliarden Euro).

Bei der Untersuchung des Bundesrechnungshofs wurden erschreckende finanzielle Unregelmäßigkeiten aufgedeckt, insbesondere im Zusammenhang mit dem Präsidenten Neugebauer. Gemäß Informationen der BILD-Zeitung wurde Neugebauer im Bericht als “Person X” anonymisiert.

Dienstessen im Wert von über 300.000 Euro

Die Liste der festgestellten Verfehlungen ist umfangreich. Insbesondere wurde festgestellt, dass er während seiner Dienstreisen in Österreich regelmäßig in einem Luxushotel für 663 Euro pro Nacht übernachtete, obwohl laut den Fraunhofer-Regularien die Höchstgrenze für Hotelzimmerkosten in Österreich bei 115 Euro liegt.

Im Jahr 2019 überschritt der Präsident bei jeder Dienstreise die vorgeschriebene Obergrenze für die Zimmerkosten und rechtfertigte seine Hotelwahl mit persönlichen Präferenzen wie einem “Seeblick”.
Aufgrund dieser individuellen Wünsche entstanden im Jahr 2019 laut BILD zusätzliche Kosten in Höhe von 12.297 Euro.

Darüber hinaus verwöhnte sich der Forscher auch bei Dienstessen. Innerhalb eines Zeitraums von sechs Jahren wurden Restaurantbesuche in Höhe von insgesamt 312.676 Euro abgerechnet. Die Prüfer bemängelten dabei den “verhältnismäßig hohen Anteil alkoholischer Getränke” in den Rechnungen.

Der ehemalige Präsident mit Hang zum Luxusleben bot an, im Herbst seinen Posten zu räumen. Doch keine Chance, das war Müller viel zu spät. Seit gestern ist Neugebauer entlassen. Nach Informationen der BILD-Zeitung wird Prof. Dr. Holger Hanselka sein Nachfolger. Nach seiner einstimmigen Wahl durch das Fraunhofer-Kontrollgremium ist sich Hildegard Müller sicher: “Hanselka ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort die richtige Person für Fraunhofer.”

Foto: U.S. Consulate General Munich – Flickr: Secretary of Commerce Penny Pritzker visits Munich, CC 2.0

Kommentare anzeigen

  • Diesen Ausbeutern gehört jeder Cent den sie verschleudern mit einer Peitsche vom Rücken runter geprügelt und noch viel mehr . Warum wird diesen Gaunern nicht vorher schon auf die Finger geschaut ? Mit solchen ...... hat man früher kurzen Prozess gemacht .

    • Glaubt ihr wirklich das dieser Typ eine Ausnahme ist; Sorry aber wie blind seit ihr eigentlich ? Hier in Deutschland herrscht doch eine Selbstbedienungsmentalität der Führung . Unsere gesamte Führungsriege ist doch Korrupt; Halt, sie nutzen nur die bestehenden Gesetze aus !!!! Aber die haben sie selberbeschlossenund zu verantworten; Obwohl, im Vergleich mit anderen Ländern schneiden wir noch verhältnismäßig gut ab . Hier noch ein anderes Beispiel: Die sogenannte Zusatzversicherung für das Alter im öffentlichen Dienst (VBL) erhöht sich laut deren Satzung jährlich um 1 % davon muss aber Krankenkasse und die anderen Pflichtversicherungen Voll selbst getragen werden. Also bleibt jährlich ca 0,8 % Erhöhung übrig. Toll was ???? ; und das trotz Inflation; also regelmäßig jedes Jahrein dickes MINUS Das ist eine Schande !!!!! Aber dafür erhält der Aufsichtsrat ca 300000 € jährlich !!!!! Und dies wird nach den Statuten wie die Gehälter im öffentlichenDienst angepasst. Wo bleibt den da die Aufsichtsbehörde ???.

  • Lieber vor Gericht stellen, Schadenersatz fordern und mit dem Geld die Ukraine unterstützen..

    • Nicht für Krieg. Blötsinn, sondern für eigene Bevölkerung, Altersarmut. Waffen verlängern nur noch das Massensterben. Gehirn einschalten !!!

  • Das ist für des Hühnerzüchters Fotoserien gerade mal ein Jahreshonorar, das für den Fotografen bezahlt wird. Wie ist das mit dem Honorar, das für die Stilistin der Trampolinspringerin bezahlt wird, war da nicht auch so ein Betrag von 35.000,00 € monatlich fällig, und das für die abgewrackte Personalie aus dem Kuppelbau. Da war der Prof. für die zehn Jahres Spesen doch sehr bescheiden.

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Sara Breitner