Streifenwagen erfasst Mopedfahrer auf dem Weg zum Einsatzort

Der Schock sitzt tief im beschaulichen Wintersdorf im Landkreis Fürth. Auf der Staatsstraße 2245 bei Wintersdorf (Bayern) ereignete sich am Sonntag ein tragischer Unfall mit Todesfolge. Gegen 16.45 Uhr rammte ein Polizeiauto einen Mopedfahrer (30) aus Zirndorf. Der Kleinkraftradfahrer war sofort tot.

Ein herrlicher, sommerlicher Tag und viele Motorad-, Fahrrad- und Mopedfahrer sind unterwegs. Doch der geruhsame Sonntag wird durch einen dramatischen Unfall gestört. Auf einer Verlängerung der Rothenburger Straße aus Nürnberg kommt es am späten Nachmittag zu einem Unfall zwischen einem Streifenwagen und einem Mopedfahrer. Das Polizeiauto rammt den Fahrer einer Honda Monkey mit solch einer Wucht, dass dieser über 20 Meter in die Luft geschleudert wurde und hinter einem Busch aufprallte. Der Zweiradfahrer verstarb sofort an der Unfallstelle.

Auf der Fahrbahn lagen zahllose Plastik- und Metallteile herum. Das Kleinkraftrad ist komplett zerstört. Der Streifenwagen der Polizeiwache Stein war zu einem Einsatz mit Blaulicht und Sirene unterwegs nachdem ein Einbruchs- Alarm in Dietenhofen gemeldet wurde. Als der Mopedfahrer an einer Ampel aus der Ansbacher Straße auf die Hauptstraße fahren wollte, rammte ihn der Polizeiwagen, so dass der Fahrer mit dem Kopf gegen Windschutzscheibe geschleudert wurde. Das Polizeiauto geriet durch die Wucht auf die Gegenfahrbahn, kollidierte mit einem hellgrauen Audi A4 eines Nürnberger Rentners (68) und prallte gegen die Leitplanke. Nach ca. 100 Metern kam der Streifenwagen zum Stehen.

Der Nürnberger Audifahrer erlitt einen Schock, der Fahrer des Polizeiautos (30) und seine Kollegin (22) ebenfalls. Sofort wurde der Krankenwagen gerufen. Die Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des 30-jährigen Mopedfahrers feststellen. Die beiden in den Unfall verwickelten Polizisten und der Rentner wurden ins nächste Krankenhaus eingeliefert.

Alle drei beteiligten Fahrzeuge erlitten einen Totalschaden. Die Höhe des wirtschaftlichen Schadens wird nach ersten Schätzungen auf insgesamt etwa 40.000 Euro beziffert.

Der Polizeisprecher, Michael Konrad gab an: „Ein Hubschrauber hat Luftaufnahmen der Unfallstelle gemacht.“ Als neutrale Dienststelle übernahm die Verkehrspolizei- Inspektion Nürnberg die Spurensicherung. Bei einem Gutachten muss geklärt werden, bei welchem der Verkehrsteilnehmer die Ampel grün war.

Der Teil der Rothenburger Straße war während der Dauer der Unfallaufnahme sowie der Räumungsarbeiten für den Verkehr gesperrt. Feuerwehr- Einsatzkräfte leiteten den Verkehr weiträumig ab. Die Straße war bis in den späten Abend gesperrt.