Strompreisschock – bis zu 20 Prozent mehr

In 2019 droht vielen Verbrauchern eine Energiepreisexplosion. Die größte Strom- und Gaspreiserhöhungswelle der letzten Jahre schwappt über Deutschland. Viele Bundesländer und Gemeinden sind davon betroffen.

Pech hat, wer in den betroffenen Gebieten wohnt, wie zum Beispiel in Schwerin und Heilbronn. Hier erwarten Verbraucher Erhöhungen von bis zu 250 Euro pro Jahr für Gas und Strom.

400 Grundversorger erhöhen allein die Preise beim Strom. Das entspricht gut der Hälfte aller Anbieter auf dem deutschen Markt. Besonders bitter trifft es die Verbraucher in Mecklenburg-Vorpommern. Durchschnittlich um 8,3 Prozent werden sich die Strompreise bei den Grundversorgern erhöhen. Für eine 3-köpfige Familie bedeutet das ein Mehrbelastung von 102 Euro pro Jahr.

In Schleswig Holstein bedeutet das bis zu 84 Euro mehr (6,4 Prozent) und das bei deutschlandweit den bisher schon höchsten Grundversorgerpreisen.

Im Einzelnen betragen die Erhöhungen:

Baden-Württemberg: 4,0 Prozent
Bayern: 5,2 Prozent
Berlin: 0,0 Prozent
Brandenburg: 3,5 Prozent
Bremen: 2,9 Prozent
Hamburg: 0,0 Prozent
Hessen: 4,5 Prozent
Mecklenburg-Vorpommern: 8,3 Prozent
Niedersachsen: 4,8 Prozent
Nordrhein-Westfalen: 4,3 Prozent
Rheinland-Pfalz : 4,6 Prozent
Saarland: 2,3 Prozent
Sachsen: 2,4 Prozent
Sachsen-Anhalt: 5,9 Prozent
Schleswig-Holstein: 6,4 Prozent
Thüringen: 4,6 Prozent

Besonders in einigen Städten und Gemeinden können die Erhöhungen noch extremer ausfallen. Preiserhöhungen von mehr als 6 Prozent sind hier angekündigt:

Augsburg
Braunschweig
Halle
Lünen
Mannheim
Offenbach
Regensburg
Rostock
Schwerin
Velbert

Millionen Haushalte steht zusätzlich eine saftige Erhöhung der Gaspreise ins Haus. Durchschnittlich um 8 Prozent erhöhen rund ein drittel der Grundversorger die Preise.

Besonders hart trifft es Rheinland-Pfalz mit gut 13 Prozent. 187 Euro Mehrkosten schlagen somit für eine Familie mit Einfamilienhaus zu Buche.
Niedersachsen kommt mit 10,1 Prozent Erhöhung auf 133 Euro und fällt somit ebenfalls überdurchschnittlich hoch aus.

Mit mehr als 9 Prozent Erhöhung ziehen die Gaspreise in Baden-Würtemberg, Brandenburg, Saarland und Sachsen-Anhalt überdurchschnittlich kräftig an.

In der Übersicht alle Bundesländer im Vergleich (bei 20.000 KWh im Jahr)
Baden-Württemberg: 9,1 Prozent
Bayern: 6,8 Prozent
Berlin: 0,0 Prozent
Brandenburg: 9,5 Prozent
Bremen: 0,0 Prozent
Hamburg: 0,0 Prozent
Hessen: 7,5 Prozent
Mecklenburg-Vorpommern: 8,3 Prozent
Niedersachsen: 10,1 Prozent
Nordrhein-Westfalen: 7,7 Prozent
Rheinland-Pfalz: 13,0 Prozent
Saarland: 9,2 Prozent
Sachsen: 3,0 Prozent
Sachsen-Anhalt: 9,2 Prozent
Schleswig-Holstein: 7,8 Prozent
Thüringen: 7,1 Prozent

Aber ähnlich wie bei den Strompreiserhöhungen gibt es extreme Ausreißer nach oben. In Fürth, Göttingen, Heilbronn, Hildesheim und Salzgitter müssen Verbraucher zwischen 11 und 20 Prozent mehr an Ihren Gaslieferanten bezahlen.

Die Energiekunden können hier aber aktiv gegensteuern und die hohen Preise nicht einfach hinnehmen. Mit dem Sonderkündigungsrecht und mit wenigen Klicks auf Vergleichsseiten lassen sich für eine Familie bis zu 540 Euro beim Gas und 300 Euro beim Strom sparen.