

Parkplätze in Deutschland kommen mittlerweile zu einem Premium, und jeder Autofahrer kennt die Verzweiflung der langen Runden, die man besonders in Großstädten drehen muss, in der Hoffnung, dass ein anderer herausfährt. Supermärkte mit ihren Parkmöglichkeiten kennen das Problem sehr wohl und gehen immer stärker gegen Gelegenheitsparker vor, die ihr Auto länger als die zugelassenen zwei bis drei Stunden, die für einen Einkauf notwendig sind, abstellen.
Die Maßnahmen zur Überwachung der Parkplätze kommen aber zu einem Preis in Form von höheren Personalkosten und Mehrarbeit, die die kontinuierliche Überwachung des Parkplatzes mit sich bringt. Eine Supermarktkette an der deutschen Grenze in den Niederlanden will sich jetzt dieses Geld von den Parkern zurückholen.
Bis zu 70 Euro am Tag
Die Filiale des Albert-Heijn-Supermarkts im niederländischen Winterswijk liegt nur etwa acht Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Dort empört man sich über die große Anzahl von Autofahrern, die ihre Wagen weit über die erlaubten zwei Stunden auf dem Parkplatz stehen lassen, um die gute Lage des Supermarkts mit Sightseeing oder anderen Einkaufsangeboten zu verbinden. Bei der Einführung einer Parkgebühr ist die Geschäftsleitung des Supermarkts nicht zimperlich. Das Abstellen des Autos für einen ganzen Tag kann nämlich bis zu 70 Euro kosten und selbst eine kleinere Überschreitung der zweistündigen Parkzeit kann Autofahrern teuer zu stehen kommen. Die Geschäftsleitung von Albert Heijn entschuldigt den Wucher damit, dass die hohen Gebühren eher als Abschreckungsmaßnahme denn als eine Zusatzeinnahme zu der Supermarktkasse gelten sollen. Der zu zahlende Betrag wird durch Kennzeichnungserfassung ermittelt und ist bei der Ausfahrt aus dem Parkplatz fällig.
Die Parkgebühren für Kunden, die zu lange bleiben, werden vermehrt in den Niederlanden ausgerollt. Auch in anderen europäischen Ländern wie Polen, Dänemark und Großbritannien sind Parkgebühren auf Supermarktparkplätzen längst die Regel. In vielen Fällen ist die Gebührenpflicht nur in der Landessprache ausgeschildert und es lohnt sich, Einheimische vorsichtshalber zu fragen. Auch in Deutschland sind Supermärkte vermehrt auf der Jagd nach Parkern, die zu lange bleiben. Diese werden allerdings in der Regel im Nachhinein mit Knöllchen in der Post bestraft.
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Parkplätze sind ein Problem, nur richtig das zu Lasten der Kunden es Supermarktes die Parkplätze von Dauerparkern ausserhalb des Einkaufes blockiert werden und die Dauerparker zur KASSE gebeten werden!