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Trump droht Großbritannien und lobt Boris Johnson

In England, empfängt die britische Premierministerin Theresa May den US-Präsidenten Donald Trump mit einem fulminanten Gala-Dinner. Ganz Etikette. Trump dagegen gibt der Klatschpresse ein Interview und wettert gegen May und lobt den Außenminister Johnson.

ER ist zum ersten Mal in Großbritannien als Präsident der USA und schon gibt er ein Interview das seinesgleichen sucht. Gegenüber der Klatschzeitung „The Sun“ griff Trump die Premierministerin Theresa May und ihre Brexit-Strategie an. So drohte der US-Präsident Großbritannien mit dem Scheitern eins möglichen Handelsabkommens, sollte Großbritannien zu eng an die EU gebunden bleiben. Dies begründet er mit Mays Plänen mitunter eine Zollunion und ein Freihandelsankommen mit der EU eingehen zu wollen.

Das britische Boulevard-Blatt veröffentlichte das Interview mit einigen Zitaten kurz nachdem die Premierministerin Trump zu einem festlichen Gala -Dinner im Blenheim Palace nahe Oxford geladen hatte. Das Interview besteht allerdings nur aus antworten von Trump, die Fragen sind nicht abgedruckt.

Dagegen lobte Trump den bisherigen Außenminister Boris Johnson, welcher erst kürzlich zurückgetreten war. Ihm gefiel der Kurs von Theresa May nicht mehr. Dabei wolle er nicht May gegen ihren Rivalen ausspielen, doch: „Ich sage nur, ich denke, er wäre ein großartiger Premierminister.“ Wohlwollend blickte Trump auf Johnson mit den Worten: „Er hat das Zeug dazu und ich denke, er hat die richtige Einstellung, um ein großartiger Premierminister zu sein.“

Trump warnt Großbritannien vor einer Einigung mit der EU: „Wir haben genug Schwierigkeiten mit der Europäischen Union, wir gehen gerade jetzt gegen die Europäische Union vor, weil sie beim Handel nicht fair mit den Vereinigten Staaten umgegangen sind. Also wird es das Abkommen wahrscheinlich töten.“

Weiterhin erklärt Trump: „Ich hätte das sehr anders gemacht. Ich habe Theresa May tatsächlich gesagt, wie man das macht, aber sie hat nicht auf mich gehört. (…) Ich würde sagen, sie hat wahrscheinlich den umgekehrten Weg gewählt. Das ist in Ordnung, sie sollte verhandeln, wie sie es am besten kann.“

Auch zum Thema Migration hatte der US-Präsident etwas zu sagen, so übte er erneut heftige Kritik and der seiner Meinung nach, sehr großzügigen Migrationspolitik Europas. So kommentierte er; dass die Zuwanderung „eine Schande“ sei. „Ich denke, dass sie die Struktur Europas geändert hat, und wenn Sie nicht sehr schnell handeln, wird es nie wieder sein, was es war, und ich meine das nicht in einer positiven Art.“ Dann sagte er: „Millionen über Millionen Menschen zu erlauben, nach Europa zu kommen, ist sehr, sehr traurig. Ich denke, Sie verlieren ihre Kultur.“