U-Bahn entgleist! 172 Personen in Unglück verwickelt

Zu schrecklichen Szenen kam es am Dienstagabend in Hamburg: Es gab einen riesigen U-Bahn-Crash mit einer traurigen Bilanz. Passagiere waren aber zum Glück keine an Bord.

Am Hamburger Bahnhof Billstedt kam es am Dienstag gegen 18 Uhr zu einem Zugunglück. Ein Exemplar der Hamburger Hochbahn wollte im Kehrgleis wenden und krachte dabei auf einen Prellbock. Durch den Aufprall entgleisten drei Wagen der Linie U2, wie ein Sprecher der Hochbahn bestätigte. Daraufhin musste man den Betrieb zwischen Billstedt und Mümmelmannsberg sofort einstellen und einen Ersatzverkehr mit Bussen und Taxis einrichten.

Fahrer zu schnell unterwegs
Glück im Unglück: Nach Angaben der Hochbahn gab es keine Verletzten, da der Zug zum Zeitpunkt des Unfalls leer war. Der Fahrer erlitt allerdings einen Schock und wurde ins Krankenhaus gebracht, wie das „Hamburger Abendblatt“ wissen will. Nach Angaben der Hochbahn dürfte eine erhöhte Geschwindigkeit zu dem Unfall geführt haben.

172 Passagiere evakuiert
Durch die Entgleisung wurde auch eine entgegenkommende U-Bahn beschädigt. Nach Berichten der „Hamburger Morgenpost“ soll einer der entgleisten Wagen den Zug getroffen und beschädigt haben. In dieser U-Bahn befanden sich insgesamt 172 Personen, die dann kontrolliert aus der Bahn gebracht werden mussten. Die Evakuierung erfolgte über Nottreppen, anschließend wurden die Fahrgäste mit Bussen zur nächsten Haltestelle gebracht.

Die Sperrung der Strecke zwischen Billstedt und Mümmelmannsberg wohl noch bis zum Betriebsschluss heute Nacht andauern, so die Verantwortlichen der Hochbahn. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache laufen.

Mehrere Unfälle in der deutschen Geschichte
In der Geschichte Deutschlands kam es immer wieder zu Unglücken in der U-Bahn. 2014 stießen etwa zwei Wagen in einem Kölner Tunnel zusammen, es gab 20 Verletzte. 2009 brannte es in einem Düsseldorfer U-Bahn-Tunnel, durch die große Rauchentwicklung entstand eine Massenpanik. Die Bilanz: über 50 Verletzte. Und 1999 stürzte eine U-Bahn in München in eine ungesicherte Baugrube. Dabei starb eine Person, acht wurden schwer verletzt.

Das bislang schwerste Unglück ereignete sich im Jahr 1948 in Berlin-Wannsee, wo nach einem Auffahrunfall zweier S-Bahnen über 30 Tote zu beklagen waren. Die Unfallursache waren damals ein Signalfehler und menschliches Versagen.

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Martin Beier