Unwetter auf Mallorca fordert acht Tote, 20 Menschen werden noch vermisst

Auf Mallorca, der liebsten Urlaubsinsel der Deutschen, herrscht zurzeit Endzeitstimmung. Auf der Baleareninsel sorgten heftige Regenfälle seit dem Montag für Chaos in den Straßen. Das Unwetter forderte bereits acht Opfer und 20 Menschen werden noch vermisst.

Mit mehr als 220 Liter Regenwasser pro Quadratmeter sieht sich die Ferieninsel vor einer Katastrophe von fast unvorstellbaren Ausmaßen. Im Ostern trat ein Sturzbach über die Ufer und die Wassermassen rissen mehrere Autos einfach mit. Viele Straßen sind zu regelrechten Flüssen geworden. Das Wasser trägt den Schlamm ab und verursacht empfindliche Schäden an Häusern, Grundstücken und Autos. Die spanischen Medien berichteten von bereits sechs Toten, welche in den Fluten ihr Leben verloren.

So wurde ein älterer Herr im Alter von 71 Jahren von dem Wasser in seinem Keller überrascht, dass er sich nicht mehr retten konnte und ertrank.
Zwei Touristen wurden in ihrem Taxi von den sintflutartigen Wassermassen überrascht und ertranken in dem Gefährt. Der Taxifahrer ist verschwunden. Viele Autofahrer sind in ihren eigenen Fahrzeugen gefangen, da sie von den Überschwemmungen überrascht wurden. Des Weiteren werden 20 Menschen gesucht.

Am schlimmsten traf es den Osten der Insel. Hier stehen zahlreiche Häuser und Landstraßen völlig unter Wasser. Und es regnet unaufhörlich weiter.

Ein Urlauber im Küstenort Cala Mandia berichtete: „Hier waren heute zwei Wirbelstürme zu sehen, zum Glück nur auf dem Meer. Zwischendurch geht im Hotel der Strom aus, und aus einigen Lampen kommt Wasser heraus.“

Seit Montag regnet es sehr stark auf Mallorca. Teilweise gab es auch Hagel. Bedingt durch das Unwetter konnten die Flieger nur verzögert von Palma de Mallorca abfliegen. Auch die Landungen wurden verzögert. Diese Maßnahmen dienten zur Sicherheit von Passagieren und Crew.
Doch auch das Festland wird von dem schweren Unwetter heimgesucht. In der katalanischen Stadt Barcelona trafen schwere Regenfälle auf die Stadt und deren Umgebung ein. „Wie eine Sintflut“, kommentiert ein Augenzeuge. Die Straßen standen unter Wasser und vom Hausberg Barcelonas, dem Montjuic, stürzte das Wasser in Massen hinunter.

Die Menschen versuchen sich so gut wie möglich in Sicherheit zu bringen, retten ihr Hab und Gut so weit es geht.
Das Wetter soll sich aber schnell wieder beruhigen, für Donnerstag meldete der Wetterdienst wieder eine „Normalisierung“.