US-Forscher bestätigen Heilmittel gegen Krebs

Es sind gute Nachrichten, die Krebsforscher aus den USA nun verkünden können: Das längst bekannte Cannabis kann bei Krebspatienten nicht nur in der Schmerztherapie Wirkungen erzielen, sondern auch zu einer direkten Heilung beitragen.

Forscher des US-Krebsforschungszentrums National Cancer Institute konnten nun in verschiedenen Studien belegen, dass die sogenannten Cannabinoide Krebszellen schlichtweg zerstören können.
„Labor- und Tierstudien haben gezeigt, dass Cannabinoide möglicherweise in der Lage sind, Krebszellen abzutöten, während sie normale Zellen schützen”, heißt es auf der Website des Instituts.
Besonders vorzeigbare Ergebnisse hätten Studien bei Leber- und Brustkrebs gebracht. Bisher wurden die Tests jedoch nur an Mäusen durchgeführt. Aktuell wird Cannabis noch nicht offiziell als Medikament für Krebspatienten empfohlen. Dies könnte sich ganz bald aber ändern.


In Deutschland können Kranke unter bestimmten gesundheitlichen Bedingungen Marihuana bereits legal erwerben. Vor allen Dingen zur Schmerzlinderung bei schweren Erkrankungen eignet es sich hervorragend. Außerdem wirkt Cannabis unter anderem appetitsteigernd und hilft Krebspatienten dadurch eine anstrengende Chemotherapie zu überstehen.

Doch nicht nur in der Krebstherapie gilt Cannabis als das neue Allerheilmitten. Stattdessen haben die Mediziner auch viele andere Eigenschaften von Cannabis erörtert: Es wirkt entzündungshemmend oder hat zum Beispiel die Möglichkeit Krämpfe zu lösen. Dies lässt erste Erkenntnisse darüber zu, auch bei der Nervenerkrankung Multiple Sklerose gut zu wirken.

Bisher sind der Besitz und der Erwerb von Cannabis – abgesehen von medizinischen Ausnahmen – illegal. Immer mehr Politiker fordern hierzulande jedoch eine einheitliche Legalisierung von Marihuana. In den Großstädten Berlin und Hamburg sollen demnächst in ersten Versuchen sogenannte Coffeeshops eröffnet werden, in denen Cannabisprodukte legal erworben werden können.