Wegen Krieg: Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft müssen verlegt werden

Am 11. Juni ist es wieder so weit und Milliarden Menschen in der ganzen Welt werden gespannt vor den Fernsehern sitzen, um für fünfeinhalb Wochen alle anderen Probleme zu vergessen und sich nur dem Fußball zu widmen. Allerdings ist dieses Jahr besonders geprägt von globalen Spannungen, die sich jetzt auch bis in die Fußballstadien in den USA, Kanada und Mexiko ausbreiten. Der neueste Krieg zwischen den USA und Israel gegen den Iran gibt dem Weltfußballverband FIFA gerade gehörig Kopfzerbrechen, verursacht durch Aussagen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump und seit Neuestem auch durch Forderungen der iranischen Regierung.  

Trumps Drohungen und Irans Forderungen 

In einer höchst umstrittenen Aussage hatte der amerikanische Präsident die iranische Nationalmannschaft aufgefordert, nicht bei der Fußball-Weltmeisterschaft anzutreten, weil die Sicherheit des Teams nicht garantiert werden kann. Die Drohung steht im krassen Gegensatz zu den FIFA-Regeln, die vorschreiben, dass ein Gastland die Sicherheit eines jeden Fußballspielers und der Fans gewährleisten muss, um überhaupt als solches operieren zu dürfen.  Im Iran nimmt man die Drohung sehr ernst, und nach anfänglichen Überlegungen im Mullah-Regime, die Weltmeisterschaft zu boykottieren, hat man jetzt einen anderen Weg eingeschlagen. Der iranische Fußball-Verband hat jetzt formell beantragt, dass alle Spiele des iranischen Teams in die beiden anderen Gastländer Mexiko und Kanada verlegt werden.  Damit entsteht ein logistischer Albtraum für den internationalen Fußball-Verband. 

Chaos für Spieler und Fußballfans

Die einzelnen Spielorte sind schon seit Jahren bestimmt, und demnach hat der Iran bereits das erste Spiel gegen Neuseeland am 16. Juni im Inglewood-Stadium in Kalifornien. Eine Umorganisierung würde Chaos nicht nur für die Spieler, sondern auch für ihre Fans und deren Reiseplanung so kurz vor dem Start der WM bedeuten. Ticketverkäufe sind auch beinahe abgeschlossen und können schlecht rückgängig gemacht werden. Ebenso unerwünscht wäre ein Rückzug des iranischen Teams weniger als drei Monate vor dem Beginn der WM. Die FIFA müsste in diesem Fall ein Ersatzteam einladen, das sich natürlich nicht ausreichend auf die WM vorbereiten konnte. Als mögliche Ersatzkandidaten werden zurzeit Irak und die Vereinigten Arabischen Emirate genannt. Die FIFA selbst hat bisher keine Auskunft gegeben, wie sie plant, die Konflikte zu lösen.  

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Alexander Grünstedt