Wendepunkt: Russische Truppen ziehen ab

Seit Monaten finden heftige Kämpfe in der Ukraine statt. Nun ist der Krieg an einem neuen Wendepunkt angekommen. Die russischen Truppen ziehen sich von der Schlangeninsel zurück.

Da tut sich was, im Schwarzen Meer. Russische Truppen ziehen sich von der Schlangeninsel zurück. Außerdem hat sich seit Monaten erstmals wieder ein Getreidefrachter auf den Weg gemacht, um das lebensnotwendige Gut zu exportieren.

In Kiew wird über den Abzug von der Schlangeninsel gejubelt. “KABOOM! Keine russischen Truppen mehr auf der Schlangeninsel. Unsere Streitkräfte haben einen großartigen Job gemacht”, schrieb der ukrainische Präsidialamtschef Andrij Jermak via Twitter. Schon zuvor hatten ukrainische Quellen angegeben, dass es zu erneuten Kampfhandlungen auf der Schwarzmeerinsel gekommen sei. Die Armee meldete den Abschuss des russischen Kurzstrecken-Flugabwehrsystem Panzir-S1 auf der Insel. Deutsche Medien konnten die Angaben nicht überprüfen.

Die Schlangeninsel befindet sich im Schwarzen Meer auf Höhe des Donaudeltas und damit auch an der Grenze zu Rumänien. Sie wurde im Zuge des Angriffskrieges auf die Ukraine, bereits am zweiten Tag nach Einmarsch, von den Russen erobert. Doch Ruhe war dort nie eingekehrt. Die ukrainischen Truppen hatten mehrfach Kampfdrohnen und Fliegerangriffe auf die besetzte Insel angesetzt. Dabei wurde unter anderem das russische Kriegsschiff „Moskwa“ versenkt. Nun feiern die Ukrainer die Rückeroberung der Insel, der dieses Jahr sogar eine Briefmarke gewidmet worden war.

Aus russischer Sicht stellt sich die Situation wieder einmal anders dar: “Am 30. Juni haben die russischen Streitkräfte als Zeichen des guten Willens die ihnen zugewiesenen Aufgaben auf der Schlangeninsel abgeschlossen”, erklärte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow. Russland wolle damit zeigen, dass man den Export von Getreide und anderen landwirtschaftlichen Gütern nicht blockiere.

Die Schlangeninsel, mit ukrainischem Namen Zmiyinyy, sorgte auch schon vorm Krieg für Schlagzeilen. Angeblich befindet sich dort militärisches Sperrgebiet, umgeben von viel Felslandschaft. Doch unter dem Gestein werden 70 Mrd. Kubikmeter Erdgas und zwölf Mio. Tonnen Öl vermutet. Auch Rumänien hat daran Interesse.

Erstes Getreideschiff verlässt Hafen
Am Donnerstag teilten pro-russische Behörden in den besetzten Gebieten der Ukraine mit, dass nach monatelanger Pause erstmals wieder ein Handelsschiff den Hafen Berdjansk verlassen habe. „7000 Tonnen Getreide sind auf dem Weg in befreundete Staaten”, ließ der Chef der pro-russischen Verwaltung, Ewgeni Balitski die Welt wissen. Das Handelsschiff werde von der russischen Marine begleitet.

2 Kommentare

  1. …..einfach nur russisches Geschwätz. Die Soldaten werden nun woanders “gebraucht”. Getreideverkauf geschieht nur im Interesse Putins ……nichts anderes!! Nicht nur Menschen werden von ihm gestohlen;…selbst Getreide klauen die Schergen in seinem Auftrag!!!
    Aber die Uhr tickt immer lauter gegen diese unrealistisch veranlagten Diktator, der seit dem Tschetschenien-Krieg NICHTS gelernt hat.

  2. Die Zeit wo der Letzte lacht, kommt noch. Die Dummen begreifen es – wie immer – zu spät und können nicht mehr lachen.

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