Zombie-Krankheit bedroht auch Menschen – bereits tausende Wildtiere infiziert

Unter Wildtieren breitet sich ein äußerst rätselhafte Krankheit aus. Tausende Tiere, vorwiegend Elche, Hirsche und Rehe, sind bislang von der Krankheit betroffen. Wissenschaftler warnen jetzt aber, dass der als Zombie-Krankheit bezeichnete Befall auch für Menschen gefährlich werden kann.

Sie gehört zu Familie des Rinderwahnsinn und breitet sich immer schneller und weiter aus und endet immer tödlich. Die Nervenkrankheit CWD (Chronic Wasting Disease). Sie wird von Wissenschaftlern als Zombie-Krankheit bezeichnet, da die infizierten Tiere unkontrolliert und gefährlich wirken. Die Symptome sind plötzlicher Gewichtsverlust, es bestehen Koordinationsschwierigkeiten, vermehrter Speichelfluss und die Tiere zeigen wenig Angst und sehr starke Aggression. Besonders bemerkenswert ist, das bis zu 12 Monate nach der Ansteckung vergehen können, bis diese Erscheinungen erstmalig auftreten.

Durch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten verbreiten sich die Erreger mittlerweile weltweit. Allein im Januar wurde in 24 US-amerikanischen Bundesstaaten und zwei kanadischen Provinzen bei Rehen und Elchen die Krankheit nachgewiesen. Auch gab es Fälle in Norwegen und Finnland und in Südkorea wurde sie an importiertem Fleisch gefunden.

Die Krankheit ist hoch ansteckend. Bis zu zehn Prozent der freilaufenden Tiere infizieren sich, bei Zuchttieren, die auf engem Raum gehalten werden, beträgt die Ansteckungsrate sogar bis zu 79 Prozent. Forscher der Gesundheitsbehörden in den USA warnen nun vor einer extremen Ausbreitung. Bislang ist zwar noch kein Fall einer Übertragung auf Menschen bekannt. Aber eine wissenschaftliche Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich Affen mit dem Erreger infizieren könnten, wenn sie mit Fleisch und Blut von erkrankten Tieren in Berührung kommen.

Dies lasse daher befürchten, dass die Krankheit auch Menschen bedrohe, so die Wissenschaftler des “Center vor Desease Control and Prevention”. Michael Osterholm, ein Wissenschaftler der Universität Michigan sagte gegenüber der “USA Today”: “Es ist wahrscheinlich, dass CWD in den nächsten Jahren bei Menschen vorkommen wird.”

Für Deutschland sind bisher kein Fälle von infizierten Tieren bekannt geworden. Aber eine völlige Entwarnung gibt es von Seiten des Greifswalder Friedrich-Löffler-Institut dennoch nicht. “Derzeit kann eine Übertragung auf den Menschen nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dennoch scheint diese Gefahr sehr gering zu sein.“