

Der frühere Volkswagen-Chef Matthias Müller hat die Strategie der etablierten Parteien gegenüber der AfD kritisiert und eine Öffnung der sogenannten Brandmauer ins Spiel gebracht. „Sie sollten die Brandmauer ein Stück weit öffnen“, sagte Müller dem Nachrichtenportal T-Online mit Blick auf die übrigen Parteien im Bundestag. Das könne „die Unfähigkeit der Partei zutage bringen“. Die bisherige Strategie führe eher dazu, dass sich die AfD „schön eingehegt weiterentwickeln“ könne.
Grundsätzlich sieht Müller Deutschland politisch und gesellschaftlich auf einem problematischen Kurs. „Wir sind auf dem Weg in einen Vollkaskostaat“, sagte der ehemalige Topmanager. Viele Bürger versteckten sich hinter staatlicher Absicherung und übernähmen immer weniger Eigenverantwortung. „Wir sind ein Volk von Egoisten“, so Müller. Seine frühere Warnung bekräftigte er erneut: „Wir sind auf dem Weg zu einer DDR 2.0.“ Ohne umfassende Reformen drohe Deutschland wirtschaftlich weiter zurückzufallen. Doch: „Unsere Politiker sind damit überfordert.“
Außerdem kritisierte Müller den Umgang mit Nichtregierungsorganisationen. Der Staat habe in den vergangenen Jahren Aufgaben an NGOs ausgelagert, die er aus seiner Sicht selbst übernehmen sollte. Organisationen wie etwa die Deutsche Umwelthilfe oder den BUND könne man daher auch direkt in das Umwelt- oder Wirtschaftsministerium integrieren, so Müller.
dts Nachrichtenagentur
Foto: Logo auf AfD-Parteitag (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
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Das ist NICHT der Einzige der diese Forderung stellt! Aber Dummheit läßt grüssen und Verbotsanträge da lacht die AfD darüber.
@ICH
Hari, Sie haben offensichtlich den Text nicht genau gelesen?
Es geht darum "die Unfähigkeit dieser Partei zutage zu bringen"!
Oder sehen Sie das tatsächlich auch so?
Das wäre ja mal ein lobenswerter Sinneswandel Ihrerseits!
Sie sollten die Brandmauer ein Stück weit öffnen das ist die Forderung von Herrn Müller! Dann braucht sich Keiner Gedanken über Verbotsanträge die ins LEERE laufen machen! Natürlich Toleranz gegenüber der Meinungsfreiheit und ein Miteinander und NICHT ein Wahlergebnis bevor es feststeht, die Zusammenarbeit mit der AfD ablehnen und den Wählerwunsch mit Füssen treten. Was haben DIE bis jetzt verursacht und an Wahlversprechen umgesetzt???? Ansonsten brauchten WIR hier uns NICHT über die AfD die Mäuler zerreissen!
@ICH
Hari, Ja genau!
Weil Toleranz und Meinungsfreiheit gerade die großen Stärken der AfD sind... ;-)
Aber das ist eben keine Einbahnstraße, also nicht nur einfordern sondern auch praktizieren bitte!
Und die Brandmauer zur AfD entspricht übrigens durchaus dem "Wählerwillen", eben nur nicht dem der AfD-Wähler!