Massives Datenleck erschüttert Deutschland

Unabhängig davon, wo man heutzutage einkauft und mit welcher Methode man zahlt, Kunden setzen dabei immer voraus, dass der Einzelhändler oder Verkäufer die finanziellen Daten vertraulich und sicher aufbewahrt. Neue technische Entwicklungen und der digitale Fortschritt erleichtern und verbessern durch Verschlüsselungen die Aufbewahrung für sensitive Daten. Allerdings kommen die neuen technischen Fortschritte, darunter besonders der rapide Aufstieg der Künstlichen Intelligenz, auch Cyberkriminellen zugute und die Nachrichten von Datenleaks häufen sich in Deutschland.

Jetzt ist es wieder zu einem massiven Hackerangriff gekommen, bei dem eine bisher ungeklärte Anzahl von finanziellen Daten von Kunden in die Hände von Kriminellen geraten ist. Betroffen sind alle diejenigen, die im Laufe der letzten Jahre mit Autohäusern bundesweit Geschäfte gemacht haben. 

Kunden müssen selbst Kontakt aufnehmen 

Laut ersten Ermittlungen hatten Hacker eine Schwachstelle in einer Software eines bayerischen Entwicklers entdeckt. Das Betriebssystem wird von vielen Autohändlern bundesweit genutzt. Das volle Ausmaß der Cyberattacke ist immer noch nicht bekannt, aber Ermittler haben bereits festgestellt, dass die meisten Volkswagen-Autohäuser von dem Angriff betroffen sind. Dabei schließen sie allerdings nicht aus, dass auch andere Automarken, unabhängig davon, ob es sich um Gebraucht- oder Neuwagenvertriebe handelt, unwissentlich Daten geleakt haben. Die Menge der abhandengekommenen persönlichen Kundendaten ist so groß, dass die Autohändler voraussichtlich nicht alle Betroffenen kontaktieren können. Wer in der letzten Zeit einen Wagen gekauft oder in einem Autohaus zur Reparatur gegeben hat und sich Gedanken über die Sicherheit seiner Bank- oder Kartenangaben macht, sollte deshalb schleunigst mit dem Verkäufer Kontakt aufnehmen. 

Riesenwelle von Scams erwartet 

Zu den sensiblen Daten, die den Cyberkriminellen in die Hände fielen, gehören konfidentielle Informationen wie Auftrags- und Rechnungsnummern, Liefertermine sowie Kauf-, Zahlungs- und Finanzierungsbeträge.  Mithilfe dieser Angaben können Verbrecher gefälschte Nachrichten erstellen, die für die Autohauskunden nur schwer von echten Mitteilungen zu unterscheiden sind. Behörden erwarten deshalb in Kürze eine erhebliche Welle von Phishing-Versuchen, bei denen Verbraucher mithilfe der ergatterten Daten auf gefälschte Websites gelockt oder durch gezielte Anfragen zum Zugang zu ihren Bankkonten überredet werden. Verbraucher werden deshalb aufgefordert, auf keinen Fall auf Links in E‑Mails zu klicken oder Telefonnummern anzurufen, die in SMS an sie geschickt werden. 

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Alexander Grünstedt