

Bei einem brutalen Angriff wurde heute eine Person getötet und vier weitere schwer verletzt. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort.
Schock und Trauer herrschen heute Abend in Polen. An einem Ort des Friedens, dessen Bestimmung seit vielen Jahren darin besteht, denjenigen zu helfen, die es am dringendsten brauchen, wurde heute eine besonders brutale Tat begangen. Einzelheiten werden derzeit im Laufe der polizeilichen Ermittlungen nach und nach bekannt.
Er kam mit einem Messer. Laut lokalen Medien waren die Tore des Benediktinerklosters in Jaroslaw kurzzeitig offen geblieben, nachdem eine Jugendgruppe das Kloster verlassen hatte, wodurch der Angreifer auf das Klostergelände gelangen konnte.
Priester war das erste Opfer
Er zeigte keine Gnade und griff alle an, die ihm in den Weg kamen. Ein Augenzeuge berichtet, er habe gesehen, wie ein Priester zu Boden fiel. Der Angreifer hatte ihm in den Hals gestochen. Ein Mann versuchte, dem Priester zu helfen. Überall war Blut.
Der Angreifer rannte vom Vorhof in ein Café auf dem Gelände und stach dort auf weitere Menschen ein. Nach Angaben der Polizei wurden drei weitere Männer und eine Frau schwer verletzt. Als die Rettungskräfte eintrafen, stellten sie fest, dass sie für den Priester, der als Erster angegriffen worden war, kaum noch etwas tun konnten. Das Messer hatte seine Halsschlagader getroffen. Die anderen Verletzten wurden zur Behandlung ihrer Wunden ins Krankenhaus gebracht.
Täter als ausländischer Staatsangehöriger identifiziert
Wie die polnische Polizei bestätigte, konnte der Täter noch am Tatort festgenommen werden. Er wurde als 31-jähriger ausländischer Staatsangehöriger identifiziert. Nach Angaben der Polizei war er im Besitz eines ukrainischen Reisepasses und war über Deutschland nach Polen eingereist. Als Waffe diente ihm Berichten zufolge ein Küchenmesser. Die Ermittler werden nun versuchen, den Hergang der Ereignisse zu rekonstruieren, die zu dem Angriff führten. Bislang ist unklar, ob es ein Motiv für die schreckliche Tat gab.
Kloster half ukrainischen Kriegsflüchtlingen
Die Oberin des Klosters, Schwester Barbara Dendor, brachte gegenüber dem polnischen Sender TVN24 ihre Bestürzung über die Tat zum Ausdruck: „Was heute passiert ist, übersteigt unser Verständnis. Dies ist ein Ort, den ich für sicher hielt. Heute ist es ein Angriff auf unsere Identität, auf das Gute, das hier geschieht.“
Jaroslaw liegt weniger als 40 km von der Grenze zur Ukraine entfernt. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs leistete das Benediktinerkloster Hilfe für Kriegsflüchtlinge.