

Abstürze von Passagierjets bedeuten in der Regel eine enorme Katastrophe, und für die Hinterbliebenen der Opfer bleibt nur die traurige Aufgabe, die Toten zu begraben und von den Behörden Antworten über den Grund des Desasters zu verlangen. Wenn allerdings das Flugzeug vollständig vom Radar verschwindet und die Luftfahrtbehörden sowie der Katastrophenschutz das Wrack nicht auffinden können, wird es besonders schwer für die Angehörigen. So warten die Familien der Passagiere des Malaysia-Airlines-Fluges 370, der im März 2014 von
der Bildfläche verschwand, immer noch auf Antworten. Eine neue Technologie, die gerade dazu geführt hat, dass ein im Jahr 1952 abgestürztes Flugzeug endlich lokalisiert werden konnte, gibt neue Hoffnung.
Tragischer Absturz revolutioniert Luftfahrt
Die »Clipper Endeavor« war im Jahre 1952 auf dem Weg von Puerto Rico nach New York, als kurz nach dem Start des Flugzeugs plötzlich alle Triebwerke versagten. Der Pilot setzte zur Notlandung auf dem Meer an. Zum Schluss gelang es ihm, die Maschine ohne den Verlust von Menschenleben sicher auf der Wasseroberfläche zu landen. In dem darauffolgenden Chaos, das durch fehlende Sicherheitsmaßnahmen und enorme Kommunikationsprobleme aufgrund von Sprachbarrieren verstärkt wurde, kamen jedoch die meisten Passagiere ums Leben. Von den 69 an Bord konnten zum Schluss nur noch 17, davon 12 Passagiere und 5 Crewmitglieder, lebend aufgefischt werden. Das Flugzeug sei innerhalb von drei Minuten nach der Landung auf dem Wasser untergegangen und habe dabei die meisten an Bord mit sich genommen. Der tragische Vorfall veränderte die Luftfahrt nachhaltig und ist für die meisten Sicherheitsprotokolle verantwortlich, die Flugpassagieren heutzutage vor dem Abflug präsentiert werden.
Erfolglose Suche nach Flug MH370
Während man im Jahre 1952 zwar eine gewisse Vorstellung hatte, wo das Flugzeug »Clipper Endeavor« verschollen war, haben die internationalen Flugsicherheitsbehörden immer noch nicht die geringste Ahnung, wo die Boeing 777 mit der Flugnummer MH370 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking im Jahre 2014 abgeblieben ist. An Bord waren 227 Passagiere aus 15 Nationen und 12 Besatzungsmitglieder. Die Suchaktion hat bisher über 150 Millionen Euro gekostet und gilt als die teuerste, die jemals unternommen wurde. Ein letzter Versuch, das vermeintliche Flugzeugwrack auf dem Meeresgrund ausfindig zu machen, wurde vor wenigen Monaten erfolglos aufgegeben.